Gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz: Betriebsvereinbarung der Petrofer Chemie Hildesheim
Jeder Betriebsangehörige wird darin verpflichtet, die Würde und die Persönlichkeit des Einzelnen zu respektieren. „Grundsätzlich hat jeder Mensch Gefühle, die verletzt werden können. Die Schwelle ist bei jedem unterschiedlich. Um anderen die eigene ,Schmerzgrenze’ anzuzeigen, hilft so eine Vereinbarung bei der Definition dessen, was nicht akzeptiert werden kann“, beschreibt Frank Gerling, Betriebsrat bei Petrofer den Zweck der Betriebsvereinbarung.
Nicht toleriert werden sexuelle Belästigung, Mobbing, wie beispielsweise Beschimpfung und verletzende Behandlung und Diskriminierung aus „rassistischen, fremdenfeindlichen oder religiösen Gründen, die in mündlicher oder schriftlicher Form geäußert werden sowie […] ungleiche Behandlung durch Vorgesetzte“. Geregelt ist ebenfalls das weitere Verfahren. Betriebsangehörige, die sich belästigt fühlen, können sich an verantwortliche Stellen wie den Betriebsrat wenden. Diese haben dann die verpflichtende Aufgabe, die Betroffenen zu beraten und zu unterstützen und ggf. arbeitsrechtliche Konsequenzen im Rahmen der bestehenden Verfahren vorzuschlagen.
Die Vereinbarung zeigt durchaus Wirkung: „Mit der Kenntnis dieser Rahmenbedingung wird eine vorsichtigere Art des Umgangs miteinander angeboten. Das zeigt die Praxis jetzt schon“, so Gerling.
Die Betriebsvereinbarung steht im
Wortlaut zur Verfügung unter:
www.migration-online.de/petrofer
Kontakt:
Petrofer Chemie
Römerring 12–16
31137 Hildesheim
Telefon 0 51 21/17 62 73 62
gerling@petrofer.com
