Bilder sagen mehr als Worte
Die Klasse FOS 12 des Berufskollegs Kaiserswerther Diakonie hat sich zeichnerisch mit dem Thema Rechtsextremismus auseinandergesetzt. Die Schülerinnen und Schüler haben ein Logo und einen Comic gestaltet und beides in eine PowerPoint-Präsentation übertragen. Die Präsentation kann problemlos ins Internet gestellt werden und dort die öffentliche Auseinandersetzung mit der extremen Rechten befördern.
Die Anregung, sich in den Wettbewerb "Im Netz gegen Rechts" einzubringen, erhielten die Schülerinnen und Schüler von ihrer Politiklehrerin. "Wir waren uns alle einig, dass wir daran teilnehmen wollen", erzählen sie. Denn sie sind der Meinung, "dass jeder gegen Rassismus tun sollte, was er kann". Die Klasse setzte sich anschließend intensiv mit dem Thema auseinander und diskutierte insbesondere, welche Darstellungsform für das Engagement gegen Rechts die geeignete sei: "Wir überlegten alle zusammen, wie genau wir unsere Ideen und Gedanken zu Papier bringen sollen." Die Entscheidung gegen einen Beitrag, der hauptsächlich auf Wort und Schrift beruht, fiel rasch. "Wir entschieden uns für Bilder, da sie mehr aussagen als Worte", berichten die Schülerinnen und Schüler. Die Auseinandersetzung mit der extremen Rechten ist immer noch in hohem Maße auf verbale Kommunikation fixiert - ein sicher wichtiger, aber wohl nicht ausreichender Bestandteil eines erfolgversprechenden Gesamtansatzes. "Wir wollen mit dem Projekt versuchen, so viele Menschen wie möglich über Rassismus aufzuklären", begründen die Schülerinnen und Schüler ihre Wahl. Konkret haben sie sich für ein Logo und für einen Comic entschieden. Beides sind Darstellungsformen, mit denen auch Jugendliche erreicht werden können, die einer rein verbalen Auseinandersetzung reserviert gegenüberstehen. Mit den Bildern will die Kaiserswerther Klasse vor allem irrige Ansichten über die extreme Rechte widerlegen. "Es sollten Bilder entstehen, die verdeutlichen, dass sich die rechte Szene verändert hat", erklären die Schülerinnen und Schüler in ihrer Projektbeschreibung: "Man kann diese Menschen nicht mehr an Hand ihrer Kleidung identifizieren." Um das zu verdeutlichen, ist der Comic tatsächlich ein optimales Medium. Da sieht man hinter einer Ladentheke einen Verkäufer, der auf eine füllige kleine Frau mit Kopftuch blickt. Eine Denkblase entlarvt ihn als Rassisten: "Ich hab kein Fladenbrot! Ich bin ja kein scheiß Ausländer!" Ähnlich ein Maler, der das Haus eines dunkelhäutigen Mannes streicht. "Der könnte auch 'n bisschen weiße Farbe vertragen!", werden die Gedanken des Handwerkers wiedergegeben.
Das Logo fordert schließlich zu eigenständigem Vorgehen gegen die extreme Rechte auf. "Denk drüber nach!!!" steht in sieben Sprachen da (Deutsch, Englisch, Polnisch, Spanisch, Französisch, Türkisch, Russisch); zugleich sieht man eine Hand, die nach einem Hakenkreuz greift - dazwischen steht ein Stopschild. Das Logo kann für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet werden: Als Erkennungsmerkmal in Print- und Internetpublikationen, als Aufkleber oder Aufnäher, für Veranstaltungen und Kampagnen.
Die Verbreitung im Internet, die über die erstellte PowerPoint-Präsentation problemlos möglich ist, sichert dem Comic und dem Logo weite Verbreitung. Gerade das Logo kann überall ausgedruckt und vervielfältigt werden und steht so für eigenständige Aktivitäten jederzeit und an jedem Ort bereit.
Die Präsentation zum Download finden Sie hier: Bilder
