Unterwegs für Frieden und Toleranz
Die Spacecartour ist ein Projekt der Hauptschule Bottrop-Welheim. Gestartet sind die Schülerinnen und Schüler sowie Konrektor Werner Breitzke mit ihrem Auto im Januar 2004. Ihr Ziel? "Das Spacecar macht sich mit seiner multikulturellen Besatzung auf den Weg, um für ein Wachsen des Friedens unter den unterschiedlichen weltlichen Kulturen zu werben", erfährt man auf der Website des Projekts. "Darüber hinaus wollen wir uns stark machen für eine gerechtere zukünftige Welt, in der Gewalt und besonders Kriege kein Mittel der Problemlösung sein können". Dokumentiert wird die Reise des Spacecars auf einer eigenen Website (www.spacecartour.de), die stets aktuell über das Projekt berichtet.
Das Spacecar, on tour für Frieden und Toleranz, wird eingeladen von Prominenten, Fußballklubs und einfachen Bürgerinnen und Bürgern, es fährt zu Großveranstaltungen und Stadtteilfesten. Dort wirbt die Besatzung für die Anliegen des Projekts - mit Infoständen, Gesprächen und Werbematerialien. Die Schülerinnen und Schüler opfern dafür viel von ihrer Freizeit. Auf die Spacecartour verzichten wollen sie aber auf gar keinen Fall. "Das ist eine super Sache, für die wir da werben", sagt Kilian Garesch: "Das macht richtig Spaß." Entstanden ist die Spacecartour aus einer Star Trek-Projektwoche. "Die Philosophie von Star Trek besteht darin, allen außerirdischen Arten gleiche Rechte zu verleihen und das Verständnis für den Einzelnen zu fördern", sagt Konrektor Breitzke: "Das wollen wir aus der Zukunft in die Gegenwart zurückholen." Dieser Vorsatz spiegelt sich schon in der Besatzung des Spacecars wider, die immer multikulturell ist. "Wir sind 18 Nationen an unserer Schule", berichtet Konrektor Breitzke. Die Spacecartour profitiert davon. "Es ist schön, den Menschen zu zeigen, dass man gut miteinander kann, wenn man aus vielen verschiedenen Nationen kommt", freut sich Spacecar-Crewmitglied Amjad Rostom.Aus dem breiten Engagement der Spacecar-Besatzung ergibt sich automatisch ihr Engagement gegen die extreme Rechte: Wer für Frieden und Toleranz ist, muss sich gegen Gewalt und Rassismus wenden. "Unser Brot ist nicht braun, sondern bunt", meint Spacecar-Initiator Breitzke: Es geht darum, sich gegen Ausgrenzung auszusprechen und für gegenseitige Akzeptanz einzutreten. Die Spacecartour soll dafür alle Spektren der Gesellschaft gewinnen. Das tut sie mit großem Erfolg. Jonathan Frakes ("Commander William T. Riker") unterstützt sie ebenso wie Borussia Mönchengladbach-Trainer Horst Köppel, Grußadressen kamen vom Bundespräsidenten und von der Bundeskanzlerin. Fury in the Slaughterhouse, Adveniat-Geschäftsführer Bernd Klaschka, World Wrestling Federation Champion Scott L. Schwartz - die Spacecar-Unterstützerliste ist lang. Und wie man hört, will die Spacecar-Besatzung sich auch bei der Fußball-WM engagieren.
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Die Website zum Projekt finden Sie hier
