Kleines Halbe - Grosse Geschichte: Film des Monats
„Kleines Halbe – Große Geschichte“ ist das Ergebnis eines medienpädagogischen Videoprojektes, an dem Jugendliche aus dem Technologie- und Berufsbildungszentrum Königs-Wusterhausen (tbz) teilgenommen haben. Viele von ihnen kommen aus bildungsfernen Familien und sind sozial benachteiligt. Im Lebensumfeld der Auszubildenden des tbz bestehen rechtsorientierte Einstellungen, einige der Jugendlichen haben auch schon selbst an Neonazi-Demonstrationen teilgenommen.
„Unser Ziel war es auch, die Auseinandersetzung mit dem Thema zu fördern und deutlich werden zu lassen, dass es keine Helden sind, die da in Halbe liegen“, erläutert Daniel Abma, Medienpädagoge und Leiter des Projektes. Die Teilnehmenden haben das Skript gestaltet, haben gedreht und waren auch beim Schnitt und Ton maßgeblich beteiligt.
Entstanden ist ein beeindruckender Dokumentarfilm, den das Brandenburger Bildungsministerium an alle weiterführende Schulen in Brandenburg als Unterrichtsmaterial verschickt hat. Die Jugendlichen sprechen mit verschiedenen Zeitzeugen, dem Bürgermeister und unterschiedlichen Experten. Der Nationalsozialismus wird auf sehr verständliche Art und Weise erklärt, so dass dieses an sich sehr komplexe Thema auch jüngeren Schülern nahe gelegt werden kann. Vor allem aber wird der Zusammenhang von gestern und heute aufgezeigt. Als Zusatzmaterial findet sich auf der ca. 30-minütigen DVD ein „Making-Of“ und eine Fotoreportage, die einen Blick hinter die Kulissen des Projektes wirft. „Kleines Halbe – Große Geschichte“ wurde im Rahmen des Wettbewerbs „Im Netz gegen Rechts“ als beispielhaft ausgezeichnet. „Das war ein sehr großes Kompliment für die Jugendlichen. In ihrer Ausbildung bekommen sie nur selten eine solche Bestätigung“, freut sich Daniel Abma.
Der Film ist entleihbar über:
www.migration-online.de/medienverleih
Weitere Informationen:
www.gelbehand.de/kleineshalbe
