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"LOOP" Für Berliner Jugendliche: Arbeits- und Ausbildungsplätze für Jugendliche in Berliner Betrieben

10.03.2007

Seit September 2006 werden Jugendliche in Berlin-Neukölln auf den Übergang in den 1. Arbeitsmarkt bzw. in eine betriebliche Ausbildung vorbereitet. Viele von ihnen haben einen Migrationshintergrund und gehören zu der wachsenden Gruppe von „Langzeitarbeitslosen“, die bisher noch keine wirkliche Chance auf einen Einstieg in das Berufsleben bekommen haben.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt März 2007" entnommen.

Im Projekt LOOP bekommen sie spezielle „Lern- und Arbeitsplätze“ in kleinen und mittleren Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen zur Verfügung gestellt. Ziel ist, die Teilnehmenden innerhalb einer 12-monatigen Projektlaufzeit soweit zu stabilisieren und zu qualifizieren, dass sie nach Ablauf der Förderphase in ein reguläres Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis übergehen können.

„Das Besondere an dem Konzept ist, dass staatliche Unterstützungsleistungen wie Hartz IV in Lohn- und Qualifizierungszuschüsse umgewandelt werden“, erzählt Projektleiter Joachim Dellbrück von der Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen (GFBM). „So können wir den Jugendlichen die Entwicklung einer Berufsperspektive unter Realbedingungen ermöglichen.“

In der Betriebsphase sind die Jugendlichen sozialversicherungspflichtig beschäftigt und erhalten – je nach Branche – bis zu 900 Euro€ Brutto. Der Betrieb bezahlt nur den Arbeitgeber-Versicherungsanteil.

„Zwar bleibt unter dem Strich nicht viel mehr übrig als bei einem 1-Euro-Job, aber die Perspektiven danach sind sehr viel besser“, betont Dellbrück. „Das betrifft auch die Möglichkeit der Selbstständigkeit, über die einige nachdenken.“

Die GFBM unterstützt bei den Bewerbungsstrategien, hilft bei der Suche nach einer passenden Stelle und vermittelt weitere berufsrelevante Qualifikationen. „Die Jugendlichen erfahren oft Benachteiligung, weil sie aus Neukölln kommen, einen „ausländisch klingenden“ Namen haben oder eine „nicht-weiße Hautfarbe haben“, berichtet der Projektleiter. „Bei uns lernen sie, wie sie ihre positiven Eigenschaften herausstellen und ihre Chancen verbessern können, aber auch, wie sie ihre Erwartungen an die Realität angleichen müssen.“

Die Warteschlange derjenigen, die am Programm teilnehmen wollen ist lang. Verständlicherweise, zeigen doch die bisherigen Erfahrungen den Erfolg des Ansatzes: Einige der Teilnehmenden haben sogar jetzt schon einen Ausbildungsvertrag in der Tasche.

GFBM e.V.
Joachim Dellbrück
Reichenbergerstraße 88
10999 Berlin
Telefon 0 30/61 77 64-86
dellbrueck@gfbm.de

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