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Stolperstein verlegt: Erinnerung an von den Nazis ermordete Gewerkschafter

10.03.2007

Vertreter der Kölner Gewerkschaften versammelten sich am 17. Januar 2007 vor dem Haus Eifelstr. 6 in der Kölner Südstadt, um des von den Nationalsozialisten ermordeten früheren Vorsitzenden des Kölner Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes Robert Ransenberg und seiner Familie zu gedenken.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt März 2007" entnommen.

Dabei wurden vor ihrer letzten Wohnstätte Messingtafeln mit den Namen der Ermordeten ins Trottoir eingelassen. 9.000 solcher „Stolpersteine“ in über 190 Orten hat der Kölner Künstler Gunter Demnig bislang verlegt. Ransenbergs Sohn Ernst, der sich nach der Machtübernahme der Nazis einer sozialistischen Untergrundorganisation angeschlossen hatte, war damals verhaftet und zu einer langjährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden. Aufgrund dieser „Vorstrafe“ wurde die Familie am 8. Dezember 1941 mit dem ersten Transport vom Kölner Messelager nach Riga deportiert.

Der Kölner DGB Vorsitzende Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen würdigte das Wirken von Robert und Ernst Ransenberg und erinnerte an die unsäglichen Verbrechen der Nationalsozialisten, die auch in Köln von großen Teilen der Bevölkerung entweder gebilligt oder doch hingenommen worden seien. Besonders die Gewerkschaften seien aufgefordert, an diese verbrecherische Diktatur zu erinnern und entschieden jeder Form des Antisemitismus, des Rassismus und der Demokratiefeindlichkeit zu begegnen.

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