Stolperstein verlegt: Erinnerung an von den Nazis ermordete Gewerkschafter
Dabei wurden vor ihrer letzten Wohnstätte Messingtafeln mit den Namen der Ermordeten ins Trottoir eingelassen. 9.000 solcher „Stolpersteine“ in über 190 Orten hat der Kölner Künstler Gunter Demnig bislang verlegt. Ransenbergs Sohn Ernst, der sich nach der Machtübernahme der Nazis einer sozialistischen Untergrundorganisation angeschlossen hatte, war damals verhaftet und zu einer langjährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden. Aufgrund dieser „Vorstrafe“ wurde die Familie am 8. Dezember 1941 mit dem ersten Transport vom Kölner Messelager nach Riga deportiert.
Der Kölner DGB Vorsitzende Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen würdigte das Wirken von Robert und Ernst Ransenberg und erinnerte an die unsäglichen Verbrechen der Nationalsozialisten, die auch in Köln von großen Teilen der Bevölkerung entweder gebilligt oder doch hingenommen worden seien. Besonders die Gewerkschaften seien aufgefordert, an diese verbrecherische Diktatur zu erinnern und entschieden jeder Form des Antisemitismus, des Rassismus und der Demokratiefeindlichkeit zu begegnen.
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