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Auszubildende erleben Geschichte: IG BAU veranstaltet Zeitzeugengespräche in Berufsschulen

10.03.2007

„Ich bin Deutscher, Jude und Kommunist“, so beginnt Kurt Goldstein oft seine Erzählungen. Die Geschichte des 92-Jährigen über das Überleben in der Nazidiktatur hört sich stellenweise an wie ein Abenteuerroman – ist jedoch beklemmende Realität.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt März 2007" entnommen.

Goldstein wurde 1914 geboren, schloss sich 1928 der KPD an und musste schließlich vor den Nazis nach Frankreich fliehen. Er ging nach Palästina, kämpfte in Spanien, wurde interniert und 1942 nach Auschwitz interniert. Mit viel Glück überlebte er.

„Uns ist es ein großes Anliegen, dass junge Leute erfahren, was sich damals zugetragen hat“, erklärt Sven Berg, Jugendbildungsreferent bei der IG Bauen, Agrar und Umwelt in Nordrhein-Westfalen. Er hat den Kontakt zu Goldstein geknüpft. Die Botschaft des Auschwitz-Überlebenden führt weiter – toleranter Umgang untereinander und Achtung vor allen Menschen, gleich welcher Nationalität und Herkunft.

Einige der Auszubildenden haben Goldstein nochmals einen Brief geschrieben. „Man lernt viel in der Schule […], aber es ist es etwas anderes, wenn jemand vor einem sitzt und das erzählt“, zeigt sich eine junge Frau beeindruckt. „Ich denke mal, dass sie auf jeden Fall einige Schüler zum Nachdenken gebracht haben.“ Sven Berg möchte auf jeden Fall weitere Veranstaltungen organisieren.

Kontakt:
IG Bauen Agrar Umwelt
Sven Berg
Roßstraße 94
40476 Düsseldorf
Telefon 02 11/97 78 70
Sven.Berg@igbau.de