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Vielfalt fördern: Stadt Köln entwickelt "Initiative Chancengleichheit"

10.05.2007

2007 wurde von der Europäischen Kommission zum „Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle“ erklärt. Dies nahm der Rat der Stadt Köln zum Anlass, die „Initiative Chancengleichheit“ anzustoßen. Schwerpunkte bilden der Preis „Fairer Betrieb“, Maßnahmen der Verwaltung gegen Diskriminierung sowie die „Unterzeichnung der Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland“.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt März 2007" entnommen.

Marlis Bredehorst, Dezernentin für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln freut sich, dass Köln als erste Stadt dem Unternehmensnetzwerk beigetreten ist und nun zeigen kann, wie sich in einer Kommune die Charta der Vielfalt umsetzen lässt: „Köln hat einen Migrantenanteil von über 30 Prozent, Vielfalt wird hier schon lange gelebt.“ Die Stadt verpflichtet sich, Chancengleichheit aktiv zu fördern und ein entsprechendes Leitmotiv festzuschreiben, nach dem sich die künftigen Aktivitäten richten sollen. Das kann beispielsweise der Ausbau der Qualifizierungsmaßnahmen für Migrantinnen und Jugendliche sein.

Die Charta verfolgt zwar im Prinzip einen richtigen Ansatz. Sie darf jedoch kein Lippenbekenntnis bleiben und muss in der Alltagspraxis mit Leben gefüllt werden. So soll die Stadtverwaltung Köln als großer Arbeitgeber benachteiligten Jugendlichen neue Ausbildungschancen durch halb- und einjährige Praktika mit schulischer Weiterbildung eröffnen. Die Initiative Chancengleichheit ist auch darüber hinaus eng mit arbeitsmarktpolitischen Elementen verknüpft. Daher wird der Preis „Fairer Betrieb“ in engem Zusammenhang mit dem Kölner Bündnis für Arbeit stehen.

Das Prädikat wird an Unternehmen vergeben, die ihren Betrieb „besonders sozial und diskriminierungsfrei führen“, die Chancen der Vielfalt erkennen und nutzen und damit ein Stück gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. „Zu den Kriterien zählen u.a. die Beschäftigung und Ausbildung benachteiligter Menschen sowie die Umsetzung von betrieblichen Richtlinien zur Antidiskriminierung“, erklärte die Stadtratsabgeordnete Susana Dos Santos Herman, die auch Mitglied im Integrationsrat ist.

Weitere Informationen:

Stadt Köln
Dezernat für Soziales, Integration
und Umwelt
Ottmar-Pohl-Platz 1
51103 Köln
Telefon 02 21/2 21-2 90 00