Rechte Orientierungen: Neue Broschüre der Friedrich-Ebert-Stiftung
10.09.2007
Die Bekämpfung des Rechtsextremismus ist eine Daueraufgabe von Politik und Gesellschaft. Das Werben für demokratische Einstellungen, Toleranz und die Anerkennung von kultureller und ethnischer Vielfalt muss auf die Agenda aller demokratischen Parteien und Organisationen.
Auch Veränderungen in der Arbeitswelt können Grundlage für das Entstehen rechter Orientierungen sein. Prekarisierungstendenzen, d.h. der Rückgang von Normalarbeitsplätzen und die Zunahme unsicherer Beschäftigung, können zu Unsicherheitsgefühlen und Abstiegsängsten führen. Einfache Erklärungsversuche wie die These „Arbeitslosigkeit führt zu Rechtsextremismus“ greifen jedoch zu kurz. Es kommt entscheidend darauf an, wie Betroffene ihre jeweilige soziale Lage subjektiv verarbeiten und ob demokratische oder autoritäre Grundüberzeugungen das politische Weltbild prägen.
<>?xml:namespace prefix = o />Die Friedrich-Ebert-Stiftung und der Deutsche Gewerkschaftsbund beschäftigten sich daher auf einer Tagung mit der Frage „Unsichere Arbeit, Abstiegsängste und kulturelle Vielfalt – Ursachen für rechte Orientierungen bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern?“. Jetzt ist die Dokumentation der Konferenz von der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlicht worden. Die Beiträge stellen unterschiedliche wissenschaftliche Analysen und Handlungsoptionen dar und sollen die Diskussion über dieses wichtige gesellschaftspolitische Thema anregen.
Sie steht zum Download hier zur Verfügung.
Weitere Informationen:
www.fes.de/rechtsextremismus