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Gegen Hass und Gewalt: Projekte von Bahn-Azubis werden ausgezeichnet

10.08.2007

Mit dem jährlichen Wettbewerb „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt“ will die Deutsche Bahn AG ihre neuen Auszubildenden dazu motivieren, Projekte gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Diskriminierung, aber auch gegen Mobbing im Berufsleben zu initiieren.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt August 2007" entnommen.

Damit soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich in ihren Ausbildungsgruppen kreativ mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Seit seinem Start vor sieben Jahren beteiligten sich bereits 6.800 junge Menschen an dem Wettbewerb, der von der Eisenbahner-Gewerkschaft TRANSNET und der Verkehrsgewerkschaft GDBA unterstützt wird.

In diesem Jahr erreichten 10 Auszubildende zur Kauffrau bzw. Kaufmann für Verkehrsservice aus dem Trainingszentrum Dresden den ersten Platz mit dem Projekt „Bahn-Azubis zeigen der Gewalt die Rote Karte!“. Unter dem Namen „Die Schiedsrichter“ organisierten sie gemeinsam mit regionalen Fußballvereinen eine Unterschriftenaktion im Hauptbahnhof Leipzig. Damit wollten sie in der Öffentlichkeit demonstrieren, dass Fußball auch nach der Weltmeisterschaft 2006 Mannschaftsgeist, Spaß und Fairness bedeutet. Den zweiten Preis teilen sich zwei Gruppen aus Frankfurt und Berlin, die mit einer Autowaschaktion (s. AKTIV+GLEICHBERECHTIGT Juni 2007) und dem Verkauf von selbstbedruckten Mouse-Pads Spenden für soziale Einrichtungen sammelten.

Das Team „Die Mainzelmännchen“ stellte in Kooperation mit Schulen ein integratives Sportfest auf die Beine. Eine andere Gruppe organisierte in einer Schule ein interaktives Seminar zum Thema Gewalt, zudem führten die Azubis dazu eine umfangreiche Befragung durch. Die Ergebnisse wurden in einer Plakataktion am Münchner Hbf. der Öffentlichkeit präsentiert. Weitere Preise wurden beispielsweise für die Gestaltung einer Unterrichtseinheit vergeben, für die Bemalung einer Bahnunterführung, die eine Bild-Botschaft gegen Hass und Gewalt darstellt oder für eine Radiosendung, die im Bürgerfunk Duisburg ausgestrahlt wurde.

DB-Vorstands-Mitglied Margret Suckale betonte bei der Preisverleihung, dass ein diskriminierungsfreies Zusammenarbeiten im Interesse des Unternehmens liege: „Sieben Millionen Menschen aus allen Ländern der Welt reisen täglich mit Zügen und Bussen der Deutschen Bahn. Deshalb motivieren wir unsere Jugendlichen schon am Anfang ihrer beruflichen Ausbildung, sich mit den Prinzipien des respektvollen und friedlichen Miteinanders zu beschäftigen.“ In ihrem Grußwort wies die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger darauf hin, dass die Projekte der Auszubildenden von der Vielfalt und Breite der Probleme, aber auch von der Fantasie und dem Willen zu gemeinsamem Handeln zeugten.

Kontakt
Hans-Joachim Borck (Projektleiter)
Leiter Sozialpolitik
Potsdamer Platz 2
D-10785 Berlin
Telefon 0 30/2 97-3 33 58
hans-joachim.borck@bahn.de



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