Haltet eure Strassen sauber: Betriebsrat Arcelor Bremen wehrt sich gegen rechte Propaganda
Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich viele aktiv gegen Rechtsextremismus und Rassismus eingesetzt und Position bezogen hatten. So auch die Kollegen und Kolleginnen des Stahlproduzenten Arcelor Bremen.
Parteien wie die Republikaner hatten ganz bewusst vor den Werkstoren Plakate mit Parolen aufgehängt, die soziale Themen ansprachen. „Über viele Wahlaussagen lässt sich streiten. Über eins aber nicht: Rassistische Parolen wie ,Das deutsche Volk zuerst’ oder den Versuch, Hartz IV-Empfänger gegen ausländische Kollegen aufzuwiegeln, werden wir nicht hinnehmen“, so der Betriebsrat in seinem Mitteilungsblatt. Die Plakate im Umkreis der „Hütte“ – wie das Werk in Bremen genannt wird – wurden kurzerhand übermalt. Weil er diese Aktivitäten nachträglich begrüßt hat, hat sich Betriebsrat Joachim Heier dafür eine Anzeige der Rechten eingefangen. Heier lässt sich jedoch nicht einschüchtern: „Als Betriebsrat sehen wir diese Parolen als einen Versuch, den Betriebsfrieden zu stören. Wir werden es nicht zulassen, dass Kollegen unterschiedlicher Herkunft gegeneinander aufgehetzt werden“, betont er.
Kontakt:
Joachim Heier
IG Metall Vertrauenskörperleiter
Arcelor Bremen
Auf den Delben 35
28237 Bremen
Telefon 04 21/6 48-39 96
Joachim.heier@arcelor-bremen.com

