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Haltet eure Strassen sauber: Betriebsrat Arcelor Bremen wehrt sich gegen rechte Propaganda

10.08.2007

Im Mai standen in Bremen Wahlen an. Auch mehrere rechtsextreme Parteien waren angetreten. Zwar zog die DVU erneut mit einem Sitz in die Bremische Bürgerschaft, insgesamt jedoch war die extreme Rechte bei Weitem nicht so erfolgreich wie vermutet.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt August 2007" entnommen.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich viele aktiv gegen Rechtsextremismus und Rassismus eingesetzt und Position bezogen hatten. So auch die Kollegen und Kolleginnen des Stahlproduzenten Arcelor Bremen.


Parteien wie die Republikaner hatten ganz bewusst vor den Werkstoren Plakate mit Parolen aufgehängt, die soziale Themen ansprachen. „Über viele Wahlaussagen lässt sich streiten. Über eins aber nicht: Rassistische Parolen wie ,Das deutsche Volk zuerst’ oder den Versuch, Hartz IV-Empfänger gegen ausländische Kollegen aufzuwiegeln, werden wir nicht hinnehmen“, so der Betriebsrat in seinem Mitteilungsblatt. Die Plakate im Umkreis der „Hütte“ – wie das Werk in Bremen genannt wird – wurden kurzerhand übermalt. Weil er diese Aktivitäten nachträglich begrüßt hat, hat sich Betriebsrat Joachim Heier dafür eine Anzeige der Rechten eingefangen. Heier lässt sich jedoch nicht einschüchtern: „Als Betriebsrat sehen wir diese Parolen als einen Versuch, den Betriebsfrieden zu stören. Wir werden es nicht zulassen, dass Kollegen unterschiedlicher Herkunft gegeneinander aufgehetzt werden“, betont er.

Kontakt:
Joachim Heier
IG Metall Vertrauenskörperleiter
Arcelor Bremen
Auf den Delben 35
28237 Bremen
Telefon 04 21/6 48-39 96
Joachim.heier@arcelor-bremen.com

Haltet eure Strasse sauber