Bunt und Vielfältig: DGB Ostwestfalen gegen Neonazis
Dort wollten die rund 120 Neonazis einem wegen Totschlag verurteilten Gesinnungsgenossen ihre Solidarität bekunden.
Weit über 2.000 Menschen waren dem Aufruf des „Bündnis gegen Nazis“ gefolgt und zeigten den Rechtsextremisten die Rote Karte. Auch die Gelbe Hand, Logo des Kumpelvereins und weithin bekanntes antirassistisches Symbol war überall präsent – auf Flyern, Postkarten, Plakaten und auf der Demonstration selbst. Der breite Zuspruch an den Gegenaktivitäten lag nicht zuletzt an einer erfolgreichen Mobilisierungsarbeit im Vorfeld. „Da haben wir uns richtig reingehängt“, berichtet Lange. „Der DGB hat ein breites Bündnis initiiert mit dem Ziel, ein großes demokratisches Spektrum zu repräsentieren.“ Neben den Gewerkschaften haben mehr als 60 weitere Gruppen, Vereine, Parteien und Institutionen mitgemacht. „Ich denke wir haben ein deutliches Zeichen für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit gesetzt“, so Winfried Lange. „Dafür muss jede und jeder selbst aktiv werden. Die extreme Rechte ist hier in der Region sehr präsent. Ignorieren und Wegsehen hilft da nicht.“
Der DGB möchte auf den positiven Erfahrungen aufbauen und am Thema bleiben. Neben Filmvorführungen soll beispielsweise die Internetseite, die eigens für den Naziaufmarsch erstellt worden war, weiterhin verfügbar sein. „Wir denken daran, Informationen zum Rechtsextremismus oder vielleicht entsprechende Unterrichtsmaterialien zum Download zur Verfügung zu stellen. Wir wollen nicht nur nachhaltig wirken, sondern perspektivisch auch für andere Städte vorbildhaft sein.“ Lange betont jedoch, dass dieses Engagement nur erfolgreich sein könne, wenn es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen werde: „Eine Organisation alleine kann hier nichts bewirken, die Arbeit muss auf mehreren Schultern verteilt werden. In einem Bündnis müssen die unterschiedlichen Gruppen und Einzelpersonen an einem Strang ziehen. Dann hat diese Plattform auch eine Zukunft. Und wir können gemeinsam deutlich zeigen: Diese Stadt stellt sich gegen Nazis.“
Kontakt:
Winfried Lange
DGB Region Ostwestfalen/Bielefeld
Marktstraße 10
33602 Bielefeld
Telefon 05 21/9 64 08 25
winfried.lange@dgb.de
Den Aufruf und die Postkarte stehen hier zum Download bereit
Weitere Informationen unter:
www.herford-gegen-nazis.de

