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Spurensuche in Ravensbrück: Berufsschüler setzen Thema grafisch um

10.08.2007

Schon seit mehreren Jahren fördert die Berliner Ernst-Litfaß-Schule das Engagement ihrer Schüler gegen Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz. Im letzten Jahr wurde das Projekt „Mit Kunst und Kultur gegen Rassismus" vom Kumpelverein im Rahmen des Wettbewerbs „Im Netz gegen Rechts“ ausgezeichnet.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt August 2007" entnommen.

In diesem Jahr reisten 16 Schüler der Abschlussklasse des Oberstufenzentrums Druck- und Medientechnik in das ehemalige Konzentrationslager Ravensbrück. Sie setzten sich mit dem nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma und insbesondere mit der Geschichte dieser Häftlingsgruppe im Frauen-KZ Ravensbrück auseinander. Die Schüler recherchieren nicht nur Einzelschicksale und Haftbedingungen, sondern bearbeiten das Thema auch auf ihre Weise: An der eigenen Druckerpresse entstanden im Hochdruckverfahren großformatige Grafiken mit denen die Jugendlichen ihre Sicht auf den Völkermord an Sinti und Roma ausdrückten.

„Die Garage der Gedenkstätte ist zur Werkstatt umfunktioniert. Die Tische sind mit Folie abgedeckt, die Farbtöpfe und Spachtel liegen und der weiße Bogen wartet – auf uns. Wir sind heute Künstler und Zeugen dieses Ortes. Die Walze presst die Farben aufs Papier. Dort entstehen Geschichten, Eindrücke und Gedanken zur Geschichte des Lagers und zu den Menschen, die es durchlitten haben…“, schreiben die Schüler in einem Online-Tagebuch. Die Bilder werden in Ravensbrück und im Herbst im Berliner Abgeordnetenhaus zu sehen sein und sollen darüber hinaus ins Internet gestellt werden.

Ernst-Litfaß-Schule
OSZ Druck- und Medientechnik
Cyclopstraße 1–5
13437 Berlin (Wittenau)
Telefon 0 30/41 47 92-0
www.oszdrum.de

Das Projekt aus dem Wettbewerb finden Sie hier

Spurensuche in Ravensbrück