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AUGSBURG STEHT AUF GEGEN RECHTS

11.02.2009

Ende Februar zeigt Augsburg Flagge gegen Rechts. Auf zwei Veranstaltungen wird gegen einen Aufmarsch von Neonazis demonstriert, der anlässlich der „Augsburger Bombennächte” für Samstag, den 28. Februar geplant ist.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt Januar/Februar 2009" entnommen.

Einen Aschermittwoch ganz anderer Art bestreiten deshalb die Augsburger SPD und deren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (MA). Statt des alljährlichen Fischessens gehen sie am 25. Februar auf den Augsburger Rathausplatz und zeigen hier den Neonazis die rote Karte.
Als Hauptredner spricht ab 18.00 Uhr der Fraktionsvorsitzende der SPD irn Bayerischen Landtag, Franz Maget.
Torsten Falke, der Vorsitzende der Augsburger AfA, ruft alle Augsburger auf, an diesern Aschermittwoch den Rechten in Augsburg die rote Karte zu zeigen. „Es kann nicht sein, dass die wieder durch Augsburgmarschieren, die für den zweiten Weltkrieg die Verantwortung tragen, nämlich die Nazis. Dies stellt eine Verhöhnung der Opfer dieses Regimes und damit auch der Bombenangriffe der Alliierten dar.

Am darauf folgenden Samstag, dem 28. Februar, veranstaltet die Stadt Augsburg gemeinsam mit dem Augsburger Bündnis für Menschenwürde ebenfalls auf dem Rathausplatz” zwischen 12.00 und 16.00 Uhr ein „Fest der Kulturen”. An diesem beteiligt sich eine Vielzahl gesellschaftlicher Gruppen wie Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Sozialverbände, städtische Einrichtungen und Vereine. Geplant sind an diesem Tag auch Aktionen auf anderen zentralen Plätzen wie vor dem Stadttheater, am Moritzplatz und am Königsplatz.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften beteiligen sich mit einer Auftaktkundgebung vor dem neuen Gewerkschaftshaus Am Katzenstadel 34. Diese beginnt um 10.45 Uhr und mündet in einen Demonstrationszug über die Blaue Kappe, Stadttheater, Karlstraße und Karolinenstraße zum„Fest der Kulturen” auf dem Rathausplatz..

„Der Jahrestag der Augsburger Bombennächte” mahnt uns zum Einsatz für Demokratie, Toleranz und Frieden. Dafür wollen wir Flagge zeigen”, betont der Augsburger DGB-Vorsitzende Helmut Jung. „Nazis dürfen in Augsburg nie wieder auch nur einen Schritt Raum bekommen."