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DEUTLICHE ZEICHEN GEGEN FREMDENFEINDLICHKEIT: Preisträger und Preisträgerinnen des Wettbewerbs ‚Die Gelbe Hand’ ausgezeichnet

11.02.2009

Zum vierten Mal zeichnete der Verein „Mach meinen Kumpel nicht an!“ junge Menschen für ihre Aktivitäten gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus mit dem Preis „Die gelbe Hand“ aus.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt Januar/Februar 2009" entnommen.

Im Rahmen der Preisverleihung am 4. Dezember 2008 in Hannover übergab der niedersächsische Innen- und Integrationsminister Uwe Schünemann, Schirmherr des Wettbewerbs, die Preise an die Gewinnerinnen und Gewinner: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs ‚Die gelbe Hand’ haben ein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung gesetzt. Ich bin positiv überrascht, mit welchen kreativen Beiträgen die Jugendlichen das Motto des bundesweiten Wettbewerbs umgesetzt haben.“

Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen, Auszubildende aus Betrieben und Verwaltungen sowie Jugendliche, die sich in einer beruflichen Ausbildung befinden, konnten mit Beiträgen wie Filmen, Aufsätzen, Collagen, Songs und vielem mehr am Wettbewerb teilnehmen. Mit ihrem Engagement wirken sie Ausländerfeindlichkeit entgegen und tragen zur Aufklärung mehr Toleranz in der Arbeitswelt bei. Hubertus Schmoldt, IG BCE-Vorsitzender, betonte im Rahmen der Preisverleihung in den Räumen der IG BCE-Hauptverwaltung: „Ich hoffe, dass das Thema ‚Diversity’ mit den vielen Chancen, die eine kulturelle Vielfalt zweifellos eröffnet, im Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass verstärkt zur Wirkung kommt.“

Den ersten Preis gewannen Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule Berta Jourdan aus Frankfurt am Main. Sie texteten einen Song über Rassismus, Mobbing und Diskriminierung, den sie anschließend in einem Tonstudio einsangen. Darüber hinaus entwickelten sie ein vorbildhaftes pädagogisches Unterrichtsmodul, das sie in einer anderen Schule erprobten. Auszubildende von ThyssenKrupp Nirosta wurden mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Sie hielten ihre Erlebnisse und Eindrücke einer Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau beeindruckend auf einer CD fest. Auf ihr ist das Programm der Fahrt, ein Online- Tagebuch und ein selbstgedrehter Film über die KZ-Gedenkstätte.

Angehende Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk der Service und Messe GmbH der Handwerkskammer Koblenz gewannen den dritten Platz. Die Auszubildenden haben präsentierten in einer außergewöhnlichen Art die vorhandene Internationalität von alltäglichen Backprodukten in einer Bistroküche .

Außerdem wurden in diesem Jahr zwei Sonderpreise vergeben. Der Sonderpreis Niedersachsen, der vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Integration verliehen wurde, ging an die beiden Rapper KoK und DeKO aus Salzgitter. Die Künstler haben mit ihrem Song „Niedersachsen passt auf! Gemeinsam gegen Rechts” ihr besonderes Engagement gegen Rassismus gezeigt.

 Der Sonderpreis der DGB-Jugend NRW ging an die DIDF Jugend Krefeld für eine Sequenz aus ihrem Film „Vorurteile“. Ausgezeichnet wurde eine Sequenz, in der eine typische Situation bei einem Bewerbungsgespräch für Auszubildende dargestellt wird. Die Jugendlichen, die den Film ausgearbeitet haben, griffen hierbei auf ihre eigenen Erfahrungen zurück. „Migration muss ein Kernthema für Jugendarbeit in den kommenden Jahren werden. Wir begrüßen es außerordentlich, dass DIDF-Jugend einen Beitrag zu Integration und Migration im Alltag gemacht hat“, erläuterte Antonia Kühn, Vorsitzende der DGB Jugend.

Giovanni Pollice, Vorsitzender des Vereins betonte: „Es sind gerade die kleinen, unspektakulären Aktionen, die eine große und wesentliche Rolle im Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit spielen.”


 „Schlauer statt Rechts” Musik und mehr

 Auf der CD der K a m p a g n e „Schlauer statt Rechts” gibt es Musik gegen Nazis – eine Gemeinschaftsproduktion der Kölner Rap-Band „Microphone Mafia” mit der jüdischen Sängerin und Auschwitz-Überlebenden Esther Bejaro. Die CD gibt es kostenlos unter: www.schlauer-statt-rechts.de