AKTIV WERDEN GEGEN RECHTS!: …für eine solidarische und zukunftsfähige Perspektive
Ausgangspunkt war das neu entwickelte Seminarkonzept der IG Metall zu diesem Thema. Die Gewerkschaftsfunktionäre, Referenten in der Bildungsarbeit und Aktivisten in antirassistischen Bündnissen nutzten die gemeinsameWoche zur Aneignung des methodisch-didaktischen Konzepts. Zugleich war es eine Gelegenheit zur politischen Beratung, zum Austausch sowie eine Chance zur inhaltlichen Vertiefung ausgewählter Aspekte. Und: am Ende blieb sogar Zeit, eigene Projekte und Anliegen voranzutreiben.
Der Hintergrund:
Neonazis besetzen „im Kampf um die Köpfe“ zunehmend sozialpolitische Themen. Sie wollen soziale Abstiegsängste der Menschen mobilisieren, greifen die Kritik an der Demontage des Sozialstaats auf und besetzen sie mit ihrer alten, braunen Ideologie: Schuldzuweisungen an Ausländer, Forderungen nach einem „volksgemeinschaftlichen Sozialstaat“ und nach einer „Stärkung des nationalen Wirtschaftsraums“.
Im Seminar wurden rechte Positionen und Strategien analysiert. Sie wurden abgegrenzt zu demokratischen und gewerkschaftlichen Forderungen nach Chancengleichheit, demokratischer Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit für Alle, nach dem Ausbau eines demokratischen Sozialstaats, für sozial-ökologische Reformalternativen und internationale Solidarität.
Die Teilnehmenden trainierten eigene Argumentationsstrategien gegen einen Rassismus der Nützlichkeit, gegen (Standort-) Nationalismus und Kulturalismus. „Rechte Sprüche im Betrieb – wi(e)dersprechen lernen!“ heißt es dazu im Seminarkonzept.
Die IG Metall bleibt weiter dran: am 7./8. Mai 2009 findet ein Forum zur politischen
B i l d u n g speziell für Betriebsrätinnen und Betriebsräte statt. Das Thema: „Aktiv werden gegen Rechts – Wie kann man in Krisenzeiten rechtspopulistischen Kampagnen im Betrieb begegnen?“
