Startseite
 

Frauen und Rechtsextremismus - (k)ein Thema?: Neuer Flyer der IG Metall klärt auf

10.11.2009

In den Medien wird Rechtsextremismus meist als Problem von jugendlichen und oftmals gewaltbereiten Männern dargestellt.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt November 2009" entnommen.

In der öffentlichenWahrnehmung ist die Vorstellung von Rechtsextremen als kahlrasierten Kerlen in Bomberjacken und Springerstiefeln weiterhin präsent – obwohl sich das Auftreten von Rechtsextremen in den letzten Jahren gewandelt und vervielfältigt hat. Frauen waren schon immer Teil der rechtsextremen Szene, obwohl sie oftmals nicht als handelnde Personen und organisierte Rechtsextreme wahrgenommen werden. Frauen erscheinen als friedliebend, weniger gewalttätig und in rechtsextremen Zusammenhängen oftmals als unpolitische Anhängsel von Männern.

Dabei mischen sie selbst kräftig mit, z.B. im Ring Nationaler Frauen oder in der Gemeinschaft Deutscher Frauen. Sie treten als Anmelderinnen von Demonstrationen in Erscheinung, als Organisatorinnen rechtsextremer Veran- staltungen und sind in rechtsextremen Parteien organisiert. Umfragen bestätigen, dass Frauen genauso rassistisch eingestellt sind wie Männer. Zugleich nutzen rechtsextreme Frauen ihre Stellung auch aus, um gezielt die Zivilgesellschaft zu infiltrieren. In manchem Sportverein werden sie als hilfsbereite Ehrenamtliche geschätzt; sie engagieren sich in der Elternvertretung von Kita und Schule und werden als freundlich und hilfsbreit wahrgenommen. Nicht immer drängen bei Bekanntwerden die betroffenen Vereine und Initiativen darauf, diese Aktivitäten und Kooperationen zu beenden. Mit ihrem Flyer tritt die IG Metall der Einflussnahme und den Positionen rechtsextremer Frauen entgegen.

Diese stehen im Widerspruch zu den gesellschafspolitischen Zielen von Gewerkschaften: eine solidarische Gesellschaft, in der Frauen und Männer unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Religion und sexueller Orientierung gleiche Rechte haben!


Kontakt:
IG Metall Vorstand
Frauen- und Gleichstellungspolitik
frauen@igmetall.de