"Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf": Berufsbildende Schule Zweibrücken für Engagement gegen Rassismus geehrt
In Gedenken des Gewerkschafters Georg Bernard, der im Konzentrationslager Dachau ermordet wurde, verleiht die IG Metall den mit 1000 Euro dotierten Preis an Gruppen und Organisationen, die sich gegen Rassismus einsetzen.
Die IG Metall würdigt damit das Engagement der Schüler und Lehrer gegen Neonazis in der Region. Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Homburg/Saarpfalz, Werner Cappel, erklärte in der Laudatio, die IG Metall unterstütze die Projekte der Schule und ihr Engagement im Bündnis gegen Rechts „Buntes Zweibrücken“. Die Bürger dürften nicht zulassen, dass sich Neonazis in Zweibrücken breit machen.
„Ihr wertet die Nazis nur auf und bringt die Stadt in Misskredit, waren keine Einzelmeinungen. Walter Rimbrecht und seine MitstreiterInnen ließen sich aber davon nicht beirren.“ So fasste Werner Cappel die Widrigkeiten, mit denen die Berufsschule zum Teil konfrontiert war, zusammen und unterstreicht dadurch noch einmal das besondere Engagemtent heraus, das die Schule im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus leistet. In der Westpfalz und in Zweibrücken sind immer wieder Neonazis und rechtsextreme Gruppierungen aktiv.
Der Schulleiter der Berufsbildenden Schule Zweibrücken, Walter Rimbrecht, verwies in seiner Rede darauf, dass Lehrer und Schülervertretung gemeinsam die Projekte entwickelten. Seit Jahren engagiert sich die Schule in vielen Bereichen gegen Gewalt, Drogen und Rassismus. Entwickelt hat sich dieses Engagement auch aus dem Leitbild der Schule, der selbstbestimmten Schülerpersönlichkeit. Mittlerweile hat sich aus der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt, dem Ärztenetzwerk, den Gewerkschaften und der Justiz ein festes Bündnis gegen Rechts entwickelt.
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