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Hinter jeder Bestellung steckt immer ein Motiv: Wo Gelbe-Hand-Sticker landen

20.02.2010


Auf der Website Gelbe Hand kann man und frau bekanntlich Sticker, Aufkleber und ähnliches mit eben der Gelben Hand bestellen. Das ist zunächst einmal ein formaler Vorgang. Hinter jeder Bestellung steckt aber immer auch ein Motiv. Niemand bestellt sich Sticker für die Schublade.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt Februar 2010" entnommen.


„Ich hab diesmal nicht so viel bestellt“, sagt Robert Günthner, beim DGB Bayern für politische Planung und Arbeitsmarktpolitik zuständig. „Aber wir haben am 12./ 13. Februar Bezirkskonferenz, und da muss ich schon ein paar Gelbe-Hand-Sticker in der Tasche haben, um sie zu verteilen.“

Eine Bezirkskonferenz ist für den DGB und die Gewerkschaften ein zentrales politisches Ereignis, sie ist aber auch – so Günthner – „eine Art Klassentreffen“. Viele kennen sich seit langem und in den Pausen schweifen die Gespräche in die Vergangenheit.

Und wenn jemand die Gelbe Hand an Robert Günthners Jacke sieht, kommt fast unvermeidlich diese oder eine ähnliche Bemerkung: „Die kenn ich doch noch aus der Jugendarbeit. Gibt’s die denn noch?“ Als Beleg, dass es die Gelbe Hand noch gibt, holt Robert Günthner einen Sticker aus der Tasche und gibt ihn weiter. Günthner: „Meistens wird in einer solchen Situation dann kurz diskutiert, dass die Gelbe Hand heute wenigstens so wichtig ist wie zu der Zeit als sie aufkam.“

Und dann wird aus dem Klassentreffen wieder ein politisches Ereignis.