Hinter jeder Bestellung steckt immer ein Motiv: Wo Gelbe-Hand-Sticker landen
Auf der Website Gelbe Hand kann man und frau bekanntlich Sticker, Aufkleber und ähnliches mit eben der Gelben Hand bestellen. Das ist zunächst einmal ein formaler Vorgang. Hinter jeder Bestellung steckt aber immer auch ein Motiv. Niemand bestellt sich Sticker für die Schublade.
„Ich hab diesmal nicht so viel bestellt“,
sagt Robert Günthner,
beim DGB Bayern für politische
Planung und Arbeitsmarktpolitik
zuständig. „Aber wir haben am
12./ 13. Februar Bezirkskonferenz,
und da muss ich schon ein paar
Gelbe-Hand-Sticker in der Tasche
haben, um sie zu verteilen.“
Eine Bezirkskonferenz ist für den
DGB und die Gewerkschaften ein
zentrales politisches Ereignis, sie
ist aber auch – so Günthner –
„eine Art Klassentreffen“. Viele
kennen sich seit langem und in
den Pausen schweifen die Gespräche
in die Vergangenheit.
Und wenn jemand die Gelbe
Hand an Robert Günthners Jacke
sieht, kommt fast unvermeidlich
diese oder eine ähnliche Bemerkung:
„Die kenn ich doch noch
aus der Jugendarbeit. Gibt’s die
denn noch?“ Als Beleg, dass es
die Gelbe Hand noch gibt, holt
Robert Günthner einen Sticker
aus der Tasche und gibt ihn weiter.
Günthner: „Meistens wird in
einer solchen Situation dann kurz
diskutiert, dass die Gelbe Hand
heute wenigstens so wichtig ist
wie zu der Zeit als sie aufkam.“
Und dann wird aus dem Klassentreffen wieder ein politisches Ereignis.
