Startseite
 

Kicken gegen Voruteile: Multi-Kulti-Fußballtunier in Hannover

22.07.2010

Dass Fußball die ganze Welt begeistert, konnten wie gerade in Südafrika beobachten. Fußball findet aber nicht nur im Fernsehen statt. Das konnte man am 19. Juni in Hannover erleben.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt Juli/August 2010" entnommen.

Bei einem multikulturellen Turnier zeigten dort Fußballbegeisterte aus Institutionen und Vereinen, dass der Ball Menschen verbinden kann, statt sie zu trennen. Mit viel Spaß und ohne verbissenen Ehrgeiz wurde unter dem Motto „Kicken gegen Vorurteile“ einen Nachmittag lang gekickt. Unter anderem spielten die Polizei Hannover, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Fußballfans aus afrikanischen Kulturvereinen mit. Und auch die IG BCE-Hauptverwaltung und der Kumpelverein waren mit einer starken Mannschaft von neuneinhalb kickenden Gewerkschaftern vertreten. Allerdings: Keine der Institutionen spielte gegen die andere. Stattdessen wurden die Mannschaften aus dem Teilnehmerfeld bunt gemischt – da spielten Afrikaner, IG BCEler und Polizisten in einer Mannschaft. Schon zum dritten Mal nach 2008 und 2009 wurde so ganz plastisch gezeigt, dass Sport Menschen verbindet.

Auch wenn das Wetter nicht unbedingt weltmeisterlich war, tat das der Stimmung der mehreren Hundert Sportbegeisterten auf den Tribünen des Erika-Fisch-Stadions keinen Abbruch. Zwischendurch sang der Gospelchor „House of Glory“, die Folkloregruppe „Mosaik“ tanzte zu griechischen Volksweisen und die Jazz-Combo des Polizeimusikkorps spielte schwungvoll auf. Das afrikanische Buffet bot unter anderem „KICKEN GEGEN VORURTEILE“ Multi-Kulti-Fußballturnier 2010 in Hannover Springbock. Wer wollte, konnte seine Schussstärke von der Polizei per Laser messen lassen. Für die Kinder verteilte ein Pirat Luftballons, die Tiere der Hunde- und Pferdestaffel der Polizei Hannover ließen sich bereitwillig streicheln. Und auch die IG BCE und der Kumpelverein waren mit einem Infostand vertreten.

Das Ziel des Turniers in Hannover – eine bessere Verständigung zwischen Ordnungshütern und Migranten – wurde auf jeden Fall erreicht. Giovanni Pollice, Leiter der IG BCEAbteilung Migration/Integration und Vorsitzender des Kumpelvereins: „Das ist Sport in seiner besten Form. Genau durch solche Veranstaltungen können Vorurteile nachhaltig abgebaut werden.“ Übrigens: Sportliche Sieger wurden die „Unzähmbaren Löwen“ durch einen Finalerfolg gegen die „Gigantischen Elefanten“. Zweifacher Löwen-Torschütze: Christian Pavel von der IG BCE.