Gemeinsam Toleranz lernen: Jugendolympiade mit 80 Auszubildenden aus zehn Ländern
Knapp 80 Auszubildende aus zehn Ländern waren mit ihren Ausbilderinnen und Ausbildern bzw. Lehrerinnen und Lehren angereist. Auf sie wartete ein Programm, bei dem sie sich mit Fragen zu Toleranz, Zivilcourage und Antirassismus in Betrieb, Freizeit und Schule auseinandergesetzt haben. Verpackt war das zum Teil in Freizeitaktivitäten. Zum Beispiel mussten die Jugendlichen aus Tonnen, Stangen und Seilen ein Floß bauen. Dabei konnten sie sich und die Kultur ihrer Mitstreiter kennen lernen. Als das Floß zu Wasser gelassen wurde, brach schnell ein Teil ab und es gab eine multikulturelle Rettungsaktion:
Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Portugal, Rumänien und Deutschland holten die ins Wasser gefallenen Jugendlichen aus Ungarn, Griechenland und Polen wieder an Deck. Qualifiziert hatten sich die jungen Auszubildenden mit einem Videofilm zum Thema „Mein Beruf. Warum ich lerne was ich werde?!“ Der Film musste in englischer Sprache gedreht werden und durfte nicht länger als sieben Minuten sein. Im Rahmen des Xenos-Projekts war der Wettbewerb europaweit ausgeschrieben worden. 24 Teams hatten es zur Olympiade in den Spreewald geschafft.
Durchgeführt wurde die Jugendolympiade von der Wirtschaftsentwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH Lauchhammer (WEQUA) mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds, der Agentur für Arbeit und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales als Teil des Programms Xenos – Integration und Vielfalt.
Der erste Preis für den besten Videofilm blieb übrigens in der Region. Gewonnen haben Azubis der Firma Kjellberg aus Finsterwalde mit ihrem Video über den Beruf des Elektronikers. Zwei zweite Preise gingen nach Rumänien und Italien. Schließlich gab es drei dritte Preise, die nach Schweden, Polen und Griechenland gingen.
