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Engagement gegen Rechts ausgezeichnet: 'Band für Mut und Verständigung' zum 17. Mal verliehen

22.07.2010

Zum 17. Mal wurde am 2. Juli 2010 in der Potsdamer Staatskanzlei das „Band für Mut und Verständigung 2010“ verliehen.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt Juli/August 2010" entnommen.

Ausgezeichnet wurden drei Initiativen aus Potsdam, Wittstock und Berlin bzw. deren Mitglieder, die sich aktiv gegen Rassismus und Rechtsextremismus einsetzten und damit einen Beitrag zu einer offeneren und toleranteren Gesellschaft leisten. Initiator des Bands für Mut und Verständigung ist das „Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit“, das 1991 nach den Angriffen von Neonazis auf Ausländer und ihre Wohnungen in Hoyerswerda des DGB-Landesbezirks Berlin-Brandenburg gegründet wurde. Neben verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen gehören dem Bündnis auch der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck und der Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit an.

Bei der diesjährigen Preisverleihung wurde Matthias Platzeck, der seine Teilnahme wegen der Vereidigung des neuen Bundespräsidenten absagen musste, durch den Kulturstaatssekretär des Landes Brandenburg, Martin Gorholt, vertreten. In seiner Rede sagte Gorholt über die Preisträger: „Das sind Menschen, die nicht danach fragen, wer zuständig ist. Sie tun selbst etwas. Stellvertretend für viele andere haben sie bewiesen, dass Mut und Verständigung viel bewegen können. Und sie schaffen ein Band, das die Menschen in unserer Region zusammenhält. Die Auszeichnung soll sie bestärken ihren Weg weiterzugehen und andere motivieren mitzumachen.“

Gleichzeitig verwies Gorholt darauf, dass Brandenburg sich verändert habe, offener und toleranter geworden ist. Rechtsradikale seien im Stadtbild seltener, Bekenntnisse zu Gewaltfreiheit und demokratischen Werten häufiger geworden. Und dennoch: „Jeder einzelne rassistische oder radikale Vorfall ist einer zu viel.“

Die Preisträger sind das Bündnis gegen Rechtsextremismus Wittstock und Umgebung, der FC Internationale Berlin 1980 e.V., ein Fußballverein, der sich auch um Integration und Antirassismus kümmert und der Potsdamer Integrations- und Schulgarten am Schlaatz, ein Gartenprojekt von Zuwanderern aus 13 Ländern und Deutschen.