Vernetzt gegen Diskriminierung. Verbände beschließen gemeinsames Vorgehen
31.01.2010
Am 20. Januar 2010 haben sich mehrere
Verbände auf einem Treffen in Berlin
zum Bündnis gegen Diskriminierung
zusammengeschlossen. Ziel des Bündnisses
ist die Stärkung der Antidiskriminierungskultur
in Deutschland.
Die teilnehmenden Verbände sind sich
darüber einig, dass von Diskriminierung
betroffene Menschen in Deutschland
eine starke Lobby benötigen. Darüber
hinaus soll der Prävention mehr Aufmerksamkeit
als bisher beigemessen
werden.
Trotz des Inkrafttretens des Allgemeinen
Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)
und der damit verbundenen Einrichtung
der Antidiskriminierungsstelle des
Bundes (ADS) findet die Situation der
von Diskriminierung betroffenen Menschen
sowohl in der Politik als auch in
der Gesellschaft zu wenig Beachtung
– so die beteiligten Verbände. Sie werden
sich deshalb gemeinsam für eine
Verbesserung des aktuellen Diskriminierungsschutzes,
für die Umsetzung
der neuen EU-Richtlinie und für eine effektive
und ganzheitliche Antidiskriminierungspolitik
einsetzen.
Mitglieder im Bündnis sind in
alphabetischer Reihenfolge:
- Antidiskriminierungsverband
Deutschland (advd)
- Bundesarbeitsgemeinschaft der
Senioren-Organisationen e.V.
(BAGSO)
- Büro zur Umsetzung von
Gleichbehandlung (BUG)
- Deutscher Frauenrat (DF)
- Deutscher Gewerkschaftsbund
(DGB)
- Deutscher Juristinnenbund (djb)
- Interessenvertretung Selbstbestimmt
Leben in Deutschland e.V.
- Lesben- und Schwulenverband
in Deutschland e.V. (LSVD)
- Migrationsrat
Berlin-Brandenburg (MRBB)
- NETZWERK ARTIKEL 3 -
Verein für Menschenrechte und
Gleichstellung Behinderter e.V.
- Türkische Gemeinde in
Deutschland (TGD)
- ver.di
- Weibernetz – Bundesnetzwerk
von Frauen, Lesben und
Mädchen mit Beeinträchtigung
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