Eine Schulklasse des Berufskollegs Wesel führt derzeit das Projekt "ZC Zivilcourage - Nicht wegschauen/gegen Fremdenfeindlichkeit, Anonymität und Gewalt" durch. ZC ist eine Kampagne, die sich mit unterschiedlichsten öffentlichkeitswirksamen Mitteln dafür einsetzt, rassistische Äußerungen und gewalttätige Übergriffe zu verhindern. Dabei nutzt das Projekt intensiv das Internet: Eines der wichtigsten Werbemittel, mit denen ZC sich für sein Anliegen stark macht, ist eine Website. Dort ist auch eine PowerPoint-Präsentation eingestellt, die jederzeit heruntergeladen und für eigene Aktivitäten verwendet werden kann.
Zeig' dein Gesicht!" Auffordernd präsentieren die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Wesel in der PowerPoint-Präsentation ihr Projekt. Es soll zum Eingreifen gegen rassistische Äußerungen und gewalttätige Übergriffe motivieren. Motto ist ein leicht abgewandeltes Zitat von Bertolt Brecht: "Wer aktiv ist, kann verlieren. Wer nicht aktiv ist, hat schon verloren." Entsprechend lautet die Analyse von ZC: "In vielen Alltagssituationen verhalten sich Menschen zu passiv. Sie schauen weg und sind nicht bereit, Stellung zu beziehen." Das erleichtert gewalttätige Übergriffe gegen Fremde - niemand hindert die Täter an der Tat. Nicht selten blockiert schlicht und einfach Unkenntnis das Eingreifen der Mitmenschen: "Oft fehlen Informationen, wie sie sich verhalten sollen." Dagegen wendet sich ZC: "Diese Entwicklung muss gestoppt werden."ZC versucht genau das - und geht dabei sehr systematisch vor. Das Projekt hat Materialien erstellt, die Schritt für Schritt zum Handeln anleiten können. "Was kann ich tun bei rassistischen Äußerungen und gewalttätigen Übergriffen anderer?" fragt ZC auf einem Faltblatt und gibt gut durchdachte Antworten. "Zeigen sie aktiv, dass sie fremdenfeindliche Sprüche nicht billigen", empfiehlt Kampagne: "Mischen sie sich ein, dadurch machen sie die Situation öffentlich." Und natürlich: "Holen sie Hilfe!" Gewarnt wird vor schädlichem Übereifer: "Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr". 