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Beispiel 4

Bedrohung durch rechte Jugendliche


Eine Gruppe von Jugendlichen spricht dich an und provoziert dich zum Beispiel wegen deines Aussehens. Du fühlst Dich bedroht.

 

Stiefel 2

 


Du kannst dich an folgenden Ratschlägen orientieren:


  • Versuche frühzeitig auszuweichen oder, wenn es dazu zu spät ist, wegzulaufen. Eine Gruppe ist immer stärker als du. Versuche dahin zu laufen, wo Menschen sind. Du kannst sie auffordern, dir zu helfen. Wenn es in der Nähe ein Geschäft, eine Behöre oder ähnliches gibt (womöglich mit dem roten Logo „Noteingang“), suche dort Schutz. Du solltest den Raum aber nicht verlassen, bevor nicht Hilfe gewährleistet ist.
    Weglaufen kann zwar bitter sein und ein Gefühl von Erniedrigung verursachen, ist aber im Zweifel besser als verprügelt und auf diese Weise gleichfalls erniedrigt zu werden.
  • Wenn du nicht weglaufen kannst, versuche mit der Gruppe zu reden. Vermeide dabei aggressiv, provozierend, drohend oder beleidigend zu wirken. Sprich ruhig, laut und deutlich und erkläre, was du von dieser Situation hältst. In der Regel haben Gruppen einen Anführer. Versuche ihn direkt ansprechen, denn er ist wichtig bei der Entscheidung, wie es weitergehen soll. Höre zu, was dein Angreifer zu sagen hat. Dadurch kannst du Zeit gewinnen.
  • So schwer es klingt: Vermeide es, in Panik und Hektik zu verfallen. Wenn du dich ruhig verhältst, wirkst du nicht nur auf die Täter beruhigend, sondern auch auf dich selbst und kannst dann auch klarere Entscheidungen treffen.
  • Du kannst davon ausgehen, dass die Täter wollen, dass du bettelst und flehst. Würdest du das tun, empfinden sie das als Belohnung für ihr Handeln. Wenn du dich nicht unterwürfig verhältst, kannst du gegebenenfalls der dir zugedachten Opferrolle entgehen und die Situation zu deinem Vorteil wenden.

 

Merke:

Wenn du dich körperlich wehrst, musst du mit brutaler Gewalt rechnen. Halte immer einen gewisser Abstand zwischen dir und dem Angreifer und vermeide möglichst jeden Körperkontakt.


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