Einsatz für das Miteinander

Erste Verleihung des Paula-Mielke-Preises in Hamburg

Preisträgerinnen und Preisträger des Paula-Mielke-Preises

21.12.2016

Sie hätte sich stets „durch ihre aufrechte Haltung“ ausgezeichnet, so steht es im Parteinachruf auf Paula Mielke, der Gewerkschafterin aus Hamburg, die sich aktiv gegen das NS-Regime auflehnte und 1934 verurteilt und inhaftiert wurde. ver.di Hamburg hat in Erinnerung an diese herausragende Persönlichkeit des gewerkschaftlichen NS Widerstands den Paula Mielke-Preis für Vielfalt und Zivilcourage ins Leben gerufen und dieses Jahr erstmalig vergeben. Er zeichnet aktiven Einsatz für Toleranz, Chancengleichheit und solidarisches Miteinander vorrangig in Betrieben und im gewerkschaftlichen Umfeld aus. Unter den Organisatoren war auch der ver.di Arbeitskreis AntiRassismus Hamburg mit den aktiven Fördermitgliedern der Gelben Hand, Monika Roloff und Gisela Reich. Am 23.11.2016 fand in Hamburg die Auszeichnung des Paula Mielke-Preises in Anwesenheit der Tochter und weiterer Angehöriger statt.

Aus insgesamt sechs Nominierungen wurden zwei Auszeichnungen vergeben: Erste Preisträgerin wurde die Belegschaft des Deutschen Schauspielhauses. Sie erhielt die Urkunde für ihren Einsatz für Geflüchtete im Herbst und Winter des letzten Jahres. Über Monate hinweg haben Beschäftigte mit ihrem ehrenamtlichen Engagement für 3.500 bis 4.000 Flüchtlinge Spielbetrieb und Krisenhilfe unter einem Dach möglich gemacht. Hier erhielten die Menschen einen Schlafplatz, Essen und ein paar liebevolle Worte. Die Initiative wurde rein ehrenamtlich und selbstorganisiert von den Beschäftigten getragen. Sie haben von Mitte September bis Weihnachten des vergangenen Jahres Tag- und Nachtschichten organisiert, um diesen Menschen ein Stück Würde zurückzugeben. Felicitas Lewrentz und Bastian Lomschenahmen stellvertretend für die gesamte Belegschaft des Deutschen Schauspielhauses den Preis entgegen. Die zweite Preisträgerin, Bea Trampenau, wurde ausgezeichnet für ihr bisheriges Lebenswerk. Seit über dreißig Jahren engagiert sie sich für die Rechte von Frauen, sie erinnert an die NS-Diktatur und setzt sich für Flüchtlinge ein.

Der Kumpelverein war auch zu der Feier eingeladen und durch das aktive Fördermitglied, Necmetin Pamuk, vertreten, der über die Arbeit des Vereins informierte.

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