"In Betrieben werden Fremde zu Freunden"

IG BCE Veranstaltung in der Zeche Zollverein Essen und gemeinsame Erklärung für Vielfalt bei Evonik

Foto: Frank Rogner

20.04.2017

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus hat die IG BCE am 16. März zu einer Podiumsdiskussion in die Zeche Zollverein nach Essen eingeladen, um über „Integration durch Sprache, Bildung und Arbeit" zu diskutieren. Die Gelbe Hand war eingeladen und vertreten durch den Vorsitzenden Giovanni Pollice.

Auf dem Podium erzählte der junge Geflüchtete Sajid Khan seine Geschichte: Er sei aus Bangladesh geflohen, nach Deutschland gekommen, ohne Deutschkenntnisse – jetzt befinde er sich auf dem Weg zu einer Ausbildung als Chemielaborant bei Evonik Industries und ist Mitglied der Jugendvertretung. Wie wichtig es ist, junge Menschen wie Sajid zu fördern, machte Petra Reinbold-Knape, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE, deutlich: „Wir zeigen auf, wie die Integration in unseren Betrieben funktioniert." Beispiele gelungener Integration seien das beste Mittel gegen Hetze und rechte Meinungsmache, denn: „In den Betrieben werden Fremde zu Freunden." Sajid Khan ist über das Programm „Start in den Beruf" an seinen Ausbildungsplatz bei Evonik gekommen.

Die IG BCE unterstützt diese Maßnahme, in dem explizit auch junge Geflüchtete durch Sprachkurse und weitere Qualifizierung gefördert werden. Neben Sajid Khan und unserem Fördermitglied Petra Reinbold-Knape waren auch der Betriebsratsvorsitzende von Axalta Coatings, Axel Brössel, sowie Thomas Wessel, Arbeitsdirektor der Evonik Industries und Fördermitglied der Gelben Hand, sowie der dortige Leiter der kaufmännischen Ausbildung, Jürgen Kemper, auf dem Podium vertreten. Passend zum Anlass unterzeichneten bei Evonik am selben Tag der Arbeitsdirektor Thomas Wessel und der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Ralf Hermann, ebenfalls Fördermitglied des Kumpelvereins, eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung kultureller Vielfalt und der Integration von Geflüchteten. „Wir stehen für Vielfalt und wir hoffen, mit der gemeinsamen Erklärung als Multiplikator zu agieren", erklärte unser Fördermitglied Thomas Wessel. Evonik wird daher erneut die Flüchtlingsplätze im Programm „Start in den Beruf" aufstocken. In den kommenden drei Jahren stellt das Unternehmen pro Jahr 20 neue Plätze an den Standorten Marl und Hanau zur Verfügung. Darüber hinaus wird Evonik pro Jahr 20 zusätzliche Plätze für unversorgte Jugendliche in Deutschland schaffen.

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