Mit Musik gegen Rassismus

DGB-Jugend Berlin/ Brandenburg organisiert Festival gegen Rechts

Foto unten: Aktive Fördermitglieder vor Ort: Miriam Friedrich-Seidel, Martin Sieber

20.06.2017

Alles begann im Jahr 2001 mit einer kleinen Bühne auf dem Alten Markt in Potsdam. 250 Besucherinnen und Besucher reagierten mit einer öffentlichen, musikalischen Protestveranstaltung auf neonazistische An- und Übergriffe, welche zu jener Zeit das Land in Atem hielten. Die Menschen in Brandenburg befanden sich in einer Art Schockstarre. Diese wollte man mit Hilfe der Musik durchbrechen.

Am 30.04. dieses Jahres fand nun in Potsdam das 17. „Rhythm Against Racism“-Festival auf dem Luisenplatz statt mit über 3000 Gästen. Seit 17 Jahren setzt sich die DGB Jugend Berlin/ Brandenburg mit ihren Mitgliedsgewerkschaften u.a. mit der Jungen BAU, der ver.di- sowie der IG Metall-Jugend und weiteren zivilgesellschaftlichen Vereinen ein Zeichen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. „Vorurteile und rassistische Denkmuster lassen sich in allen Bereichen unserer Gesellschaft nachweisen. Wir finden sie in den Wohnzimmern gleichermaßen wie in der Arbeitswelt. Mit unserem Festival wollen wir den notwendigen Diskurs in der gesamtgesellscha0lichen Mitte befördern und, weil notwendig, auch immer wieder in den Fokus rücken“, erklärt Christian Traeger, Mit-Organisator und Jugendbildungsreferent beim Förderverein für Jugendarbeit Brandenburg, der in den 1990er Jahren von den Gewerkschaften in der Region gegründet wurde.

Mittlerweile wird das Festival von einem breiten Bündnis und mehr als zehn Unterstützerinnen und Unterstützern getragen. Mehrere Tausend musikalisch wie gesellschaftlich Interessierte aus Potsdam und Umgebung erfreuen sich jedes Jahr an der Musik von vier bis fünf Bands, sie tanzen und feiern gegen „Rechts“. Demokratische Werte ließen sich gut über Musik transportieren, so Träger: „Musik an sich hat und ist eine universelle Sprache. Sie ist bunt, vielfältig und für jeden verständlich.“ Die Musik als verbindendes Element steht im Vordergrund, aber auch politische Diskussionen kommen nicht zu kurz. Etabliert hat sich der Mix aus Musik und kurzen moderierten Übergangsphasen, wie beispielsweise „Mini-Gesprächsrunden“, in denen zum Thema passende Informationen weitergegeben oder aktuelle Diskurse thematisiert werden. Neben der Bühne mit Programm, gab es auch in diesem Jahr Stände der Gewerkschaften, Parteien sowie den Stand der Gelben Hand, an dem die Festivalteilnehmer und – teilnehmerinnen und die Musiker mit unseren engagierten, aktiven Fördermitgliedern ins Gespräch kamen.

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