Nie wieder Faschismus.

Gewerkschaftsjugend und Auszubildende pflegen die Erinnerungskultur

19.05.2017

Am 2. Mai 1933 zerschlugen die Nationalsozialisten die Gewerkschaften. Der 8. Mai 1945 ist der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Zwei historische Ereignisse im Mai, die tief im Gedächtnis der Gewerkschaften eingebrannt sind. Damit sie niemals vergessen werden, pflegt auch die gewerkschaftliche und betriebliche Jugend aktiv die Erinnerungskultur. So hat dieses Jahr die DGB-Jugend NRW mit einer 14-köpfigen Delegation erstmalig gemeinsam in Kooperation mit der österreichischen Gewerkschaftsjugend der ÖGJ an der Befreiungsfeier des österreichischen Konzentrationslagers in Mauthausen teilgenommen.

Auch die Auszubildenden von thyssenkrupp organisieren jährlich eine einwöchige Gedenkstättenfahrt in Konzentrationslager Dachau. Die Initiative ging von der Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung aus und wird von Unternehmensseite wie auch vom Betriebsrat aktiv unterstützt. Dass das Erinnern an Gestern auch Auftrag für das Hier und Jetzt ist, betont Sebastian Schreiber von der Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung bei thyssenkrupp: „So bewegend, so traurig und zugleich so wütend war ich, als ich die Parallelen zwischen damals und der heutigen Rechtsbewegung in Deutschland sah. Umso mehr ist es jetzt die Aufgabe der Jugendvertreter auf die Geschichte hinzuweisen und gegen das Vergessen anzukämpfen."

Die Fahrt wurde im Anschluss in kurzen Videos aufbereitet und auf Facebook verbreitet, um andere Jugendliche für diese Themen zu sensibilisieren. „Geschichte muss nicht langweilig sein, sie soll einen zum Nachdenken bringen", erklärt der Jugendvertreter Sebastian Schreiber. Die Botschaft der jungen Generationen, die von diesen gewerkschaftlichen und betrieblichen Initiativen ausgeht, lautet: Nie wieder Faschismus. Das stimmt positiv für die Zukunft.

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