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Konfrontative Pädagogik

2006

Träger

Hans-Böckler-Schule Berlin

Thema

  • Integration
  • Interkulturelle Öffnung

Hintergrund und Ziel

Konflikte verhindern und interkulturelle Kompetenzen vermitteln

Zielgruppe

  • Jugendliche/Auszubildende/SchülerInnen

Art des Projekts

  • Bildungsarbeit (Workshops, Bildungsmaterial)

Inhalt / Ablauf

Um Konflikte zu lösen und soziale und interkulturelle Kompetenzen, die den Jugendlichen helfen, in der Schule, in der Ausbildung und in der Berufswelt zu bestehen, gibt es an der berufsbildenden Schule Hans-Böckler-Schule eine sog. „Werkstatt für soziale Kompetenz und Prävention“. Dort wurde das Interventionsprogramm „Konfrontative Pädagogik“ entwickelt, das seit 2003 in der Praxis als Regelangebot besteht. Eine wesentliche Rolle spielen kreative und erlebnispädagogische Projekte, die eine möglichst große Teilhabe der Schüler/-innen (über 40% mit Migrationshintergrund) an der Gestaltung des Schul- und Ausbildungsalltags ermöglichen sollen.

Innerhalb des Programms wurde neben vielen anderen Aktivitäten u.a. ein Projekt zum Thema Dominanzverhalten bei männlichen Jugendlichen durchgeführt, das in der Polylux-Reportage „Im Namen der Ehre" dokumentiert ist. Während der Dreharbeiten standen Gruppengespräche und Konfrontationsübungen mit überwiegend muslimischen Jugendlichen und Heranwachsenden im Hinblick auf Fragen zum aktuellen Themenbereich „Ehre – Männlichkeit – Freundschaft“ im Mittelpunkt dieser Trainingseinheit. Die Kurz-Reportage soll zu Lehr- und Unterrichtszwecke auch für andere Schulen bereitgestellt werden.

Ein anderes Projekt, das dem Konzept der Konfrontativen Pädagogik folgt, nennt sich "Schmieden hinter Gittern“: Für junge Straftäter mit rechtsradikalen und ausländerfeindlichen Hintergrund sowie mit arabischstämmigen Gewalttätern in der Jugendstrafanstalt Berlin wurde ein einwöchiger Freiform-Schmiedekurs durchgeführt. Im Zentrum stand nicht nur das Schmieden, sondern das Experiment, statt nur über Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Gewalt zu reden, einfach mit Amboss und Hammer im täglichen Miteinander klarzukommen und somit einen Beitrag zur Förderung der gegenseitigen Achtung und Toleranz zu leisten. Unter Anleitung des israelischen Kunstschmiede-Lehrers Uri Hofi konnten sie in gemeinsamer Arbeit ihre Grundfertigkeiten am Amboss erproben. Das Projekt verfolgte erfolgreich den Ansatz, über die gemeinsame Arbeit Lernprozesse voranzutreiben.

Das innovative Konzept der Konfrontativen Pädagogik wurde beim Wettbewerb "Im Netz gegen Rechts" unter anderem dafür ausgezeichnet, dass die Jugendlichen nicht bloß als Objekte auftauchen, sondern dass sie aktiv an der Gestaltung der Maßnahmen an der Hans-Böckler-Schule teilnehmen und diese mit gestalten.

Reichweite

  • lokal

Ort

Berlin

Kontakt

Hans-Böckler-Schule
Werkstatt für Soziale Kompetenz & Prävention
Roland Büchner u. Martin Ziegler
Lobeckstr. 76
10969 Berlin
Tel.: 030-616705 33
roland.buechner@soziales-training.de
www.soziales-training.de/index.html

Anmerkungen

Hier steht das  als pdf-Dokument zum Download bereit.

Mehr zu den Projekten unter: http://www.soziales-training.de/index.html