„Dieser Ort soll auf ewig ein Aufschrei sein“, steht auf dem Gedenkstein in Auschwitz-Birkenau. Seit über 80 Jahren mahnt dieser Aufschrei – und heute wird er wieder lauter.
Gedenkstättenfahrten sind keine Reisen in eine ferne Vergangenheit, sondern in das, was geschehen kann, wenn Menschen wegsehen, wenn Hass lauter wird als Solidarität und Mitmenschen zu „Anderen“ gemacht werden. Wer einmal an Orten wie Auschwitz oder Buchenwald stand, spürt: Geschichte ist hier kein Kapitel im Schulbuch. Sie ist greifbar. Man versteht, warum „Nie wieder!“ mehr ist als ein Spruch auf einem Transparent.
Gerade jetzt, wo rechte Parteien Zulauf bekommen und Hetze im Netz und auf der Straße alltäglich ist, zeigen Gedenkstättenfahrten, wie wichtig Zusammenhalt und Zivilcourage sind. Sie erinnern daran, dass auch Gewerkschaften zu den Ersten gehörten, die verfolgt wurden, weil sie für Solidarität und Gerechtigkeit standen. Für uns als Gelbe Hand bedeutet das: Erinnern heißt handeln – für Vielfalt, Respekt und eine Gesellschaft ohne Rassismus. Nie wieder beginnt mit uns!
