Die Gefahr lauert rechts außen

„Super-Wahljahr“ 2026 beginnt mit fatalen Ergebnissen

Bei den Landtagswahlen im März hat die AfD in Baden-Württemberg ihr Ergebnis fast verdoppelt auf 18,8 Prozent. In Rheinland-Pfalz erreichte sie sogar 19,5 Prozent. Das ist das beste Ergebnis bei einer Landtagswahl in Westdeutschland. Auch bei den Kommunalwahlen in Hessen und Bayern legte die antidemokratische Partei AfD zu.

Die Arbeiterschaft wendet sich ab von der SPD. Nur noch fünf Prozent der Arbeiter*innen in Baden-Württemberg haben SPD gewählt – aber 37 Prozent die AfD. In Rheinland-Pfalz kann die AfD vor allem bei den Jungwähler*innen punkten – 22 Prozent und damit die meisten bei den Unter-Dreißigjährigen. Direkt dahinter kommt die SPD mit 19 Prozent, danach die Linkspartei mit 17 Prozent, die es aber nicht in den Landtag geschafft hat. Die CDU schaffte bei den jungen Wähler*innen 14 Prozent, die Grünen 11 Prozent.

Die einzig gute Nachricht ist, dass es (noch) gelingt, Koalitionen in der demokratischen Mitte zu organisieren. Es bleibt dabei, die demokratischen Parteien müssen liefern: zum Beispiel bezahlbare Wohnungen, verbesserte Gesundheitsdienste, Vermeidung von Altersarmut, sichere Arbeitsplätze, gerechtere Vermögensverteilung, gute Bildung, ausreichend Kitaplätze. Die AfD ist nur aufzuhalten, wenn besser regiert wird. Dafür tragen die Regierungsparteien die Verantwortung.