Die DGB-Bundesjugendkonferenz war eine klare politische Standortbestimmung: Unsere Beschlüsse zeigen, dass wir die großen Konfliktlinien dieser Zeit annehmen – soziale Spaltung, Rechtsruck, Transformation und den Kampf um gute Arbeit und Ausbildung. Wir haben deutlich gemacht: Soziale Rechte sind unteilbar. Arbeits- und Bildungsrechte gelten für alle – unabhängig von Herkunft, Pass oder Status.
In einer Zeit, in der rechte Kräfte soziale Unsicherheit gezielt instrumentalisieren, setzen wir auf Solidarität statt Spaltung. Gleichzeitig ist klar: Transformation funktioniert nicht ohne Sozialstaat – Industriepolitik braucht soziale Sicherheit. Junge Menschen brauchen sichere Ausbildung, bezahlbares Wohnen, das bedeutet konkret: Baut endlich bezahlbare Wohnheime – auch für Azubis. Die Mindestausbildungsvergütung muss auf 80 Prozent der durchschnittlichen tariflichen Vergütung steigen. Das sind keine Randthemen, das sind Klassenfragen.
Ein starkes Signal war auch die klare Haltung gegen Wehrpflicht und gegen Angriffe auf den 8-Stunden-Tag. Die aktuelle politische Debatte zielt auf Rückschritte – wir organisieren Widerstand. Die Konferenz war kein Schlusspunkt. Sie ist ein Arbeitsauftrag.
