Demokratiebildung und Antirassismus in der beruflichen Ausbildung

Projekt „Aktiv im Betrieb“ – Workshop zu Unterrichtsmodulen in Bochum

18.12.2018

Heutzutage reicht es nicht mehr, reines Fachwissen in der Ausbildung anzuhäufen, eine immer größere Rolle spielt auch die Vermittlung und Entwicklung von Sozialkompetenz. Am 6. Dezember fand in Bochum zum Thema „Sozialkompetenzen als Teil der beruflichen Handlungskompetenzen in die betriebliche Berufsausbildung implementieren – Austausch über Ansätze zu den Themen Konfliktlösung, Antirassismus und Demokratiebildung“ ein Workshop der Gelben Hand statt. Die Veranstaltung wurde umgesetzt im Rahmen des vom Bundesprogramm „Demokratie leben“ geförderten Projektes „Aktiv im Betrieb für Demokratie und Vielfalt“, bei dem gemeinsam mit Partnerbetrieben maßgeschneiderte Module zu den drei Themenfeldern erarbeitet werden sollen. Für Projektreferentin Nele Rüter, die den Workshop gestaltet hat, sind Sozialkompetenzen entscheidend für das Erreichen des Ausbildungsziels des oder der Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft insgesamt: „Das erachten wir als absolut notwendig, daher wurde das Projekt ‚Aktiv im Betrieb für Demokratie und Vielfalt‘ gestartet. Innerhalb des Projektes werden Handlungshilfen für das Ausbildungspersonal und übertragbare Ausbildungsmodule für die Implementierung der Themen Konfliktlösung, Antirassismus und Demokratiebildung in den Ausbildungsrahmenplan entwickelt. Damit diese Module universell, leicht einsetzbar und zielgenau gestaltet werden können, ist es wichtig, sich mit den Praktikerinnen und Praktikern der Ausbildung, sowie mit erfahrenen Gewerkschaftskolleginnen und -kollegen auszutauschen.“

Einen Impuls zum Thema „Kommunikation und Konfliktlösung als Teil der dualen Berufsausbildung“ lieferte Dorit Kirfel, Diplomsozialpädagogin und externe Ausbildungskraft für Evonik Industries. Anschließend diskutierten die 11 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie man inhaltlich die Antirassismus-Arbeit und Demokratiebildung in der Ausbildung mit den Jugendlichen umsetzen kann. Gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks stelle dies eine wichtige und vor allem nachhaltige Maßnahme dar, um rechten Tendenzen auch in der Arbeitswelt durch Bildung und soziale Kompetenz entgegenzuwirken, so Nele Rüter.

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