Die Stärke der IG Metall: Einheit in Vielfalt

IG Metall Personengruppenkonferenz vom 27. bis 30. März in Mannheim

Am Info-Stand besuchten uns die IG Metall-Vorstandsmitglieder Ralf Kutzner (l.) und Hans-Jürgen Urban (r.) zusammen mit Dr. Klaudia Tietze, Geschäftsführerin Gelbe Hand.

18.04.2019

In Mannheim tagten vom 27. bis 30. März 2019 vier Konferenzen der IG Metall. Unter dem gemeinsamen Motto „Wir und Jetzt“ kamen knapp 1300 Delegierte aus den Bereichen Frauen, Migrant*innen, Jugend und Angestellte zusammen, um über aktuelle Themen zu diskutieren und die politischen Vorhaben für die nächsten vier Jahre zu planen. Ein übergreifendes Thema war die Frage nach der Veränderung der Arbeitsund Lebenswelt durch die Digitalisierung, aber auch die klare Haltung der IG Metall, Vielfalt zu fördern und Rassismus immer und überall entschieden entgegenzutreten. Der Kumpelverein war – vertreten durch den Vorsitzenden Giovanni Pollice, die Geschäftsführerin Dr. Klaudia Tietze und das Fördermitglied Thomas Kasper – mit einem Info-Stand vor Ort.

Dass diese vier Gruppen- Frauen, Jugend, Migrant*innen und Angestellte – in Mannheim gemeinsam und gleichzeitig tagten, passe zu den Megatrends unserer Zeit, betonte Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall: „Die Arbeitswelt und die Gesellschaft werden weiblicher, werden internationaler, werden vielfältiger und werden akademischer.“ Diese Vielfalt sei seit jeher eine Stärke der IG Metall, die es kreativ zusammenzuführen gelte. Dass dies gelingt, zeigt die Tatsache, dass in allen vier Personengruppen Mitgliederzuwächse zu verzeichnen sind. Vor allem bei der Jugend: Bei Auszubildenden, dual Studierenden und Studierenden hatte die IG Metall Ende 2018 fast 130.000 Mitglieder – innerhalb von vier Jahren ein Plus von fast 14 Prozent. Was die Interkulturalität anbelangt, so ist die IG Metall eine der vielfältigsten Organisationen Deutschlands.

„Wir wachsen auch bei den Mitgliedern ohne deutschen Pass. Ein Viertel unserer Mitglieder hat einen Migrationshintergrund“, erklärte die Zweite Vorsitzende der IG Metall und machte gleichzeitig deutlich, worauf es ankommt: „Ein diskriminierungsfreies Miteinander im Betrieb. Das ist das herausragende Thema für unsere Beschäftigten mit Migrationshintergrund. Und es gibt auch einen Grund dafür: Die Satzung der IG Metall und das Betriebsverfassungsgesetz machen keinen Unterschied nach der Herkunft der Menschen. Das ist die Grundlage für ein diskriminierungsfreies Miteinander. Dieses Miteinander werden wir gerade wegen der Zunahme von Rassismus und Hetze in unserer Gesellschaft entschlossen verteidigen.“

Beschlüsse dahingehend fassten die 260 Delegiertender IG Metall-Jugendkonferenz. So soll in Zukunft die Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit ausgebaut werden. Auch die Betriebe sollen in die Pflicht genommen werden, noch stärker zur NS-Zeit aufzuklären im Angesicht des zunehmenden Rechtsrucks. Darauf zielt mit Blickauf die Europawahl auch die Initiative #klareKante der IG Metall Jugend, die auf der Konferenz noch einmal bekräftigt wurde. Die Initiative #klareKante macht sich für ein freies, vielfältiges und offenes Europa stark – gegen Ausgrenzung, Nationalismus und rassistische Stimmungsmache.

Auf der Migrationskonferenz diskutierte am ersten Tag Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, u. a. mit Migrationsforscher Aladin El-Mafaalani, wie man Vielfalt in Unternehmen, Gewerkschaft und Gesellschaft verankern könne. Am zweiten Tag ging es dann unter dem Motto „Von der Idee zur Aktion“ um die konkrete Umsetzung. In mehreren Workshops beschäftigten sich die rund 200 Teilnehmer*innen u. a. mit den Themen Rechtspopulismus und Rassismus, Flucht und betriebliche Integration sowie mit der IG Metall als Integrationsmotor in Betrieb und Gesellschaft und entwickelten abschließend Handlungsmöglichkeiten für die gewerkschaftliche und betriebliche Arbeit.

Die Personengruppenkonferenz macht einesdeutlich: Die IG Metall ist in Vielfalt geeint –und zeigt klare Kante gegen Rechts.

Mehr Infos zur Initiative #klareKante findet ihr unter: https://junge-igm.zusammenhandeln.org/klarekante

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