Gegen Rassismus und für mehr Respekt!

EVG-Betriebsrat startet nach Vorfällen Aktion für mehr Respekt im öffentlichen Verkehr

Thomas Pelz, Betriebsratsvorsitzender bei der BVO

18.11.2020

Beleidigungen und Anfeindungen erleben Kolleg*innen im öffentlichen Verkehr tagtäglich. Diese können zuweilen auch rassistischer Natur sein, z.?B. wenn Busfahrer*innen aufgrund ihrer Herkunft „Faulheit“ vorgeworfen wird oder kenntlich gemacht wird, dass sie in Deutschland nicht zu Hause sind. Insbesondere haben sich in letzter Zeit in der Region Ostwestfalen-Lippe Anfeindungen gegenüber Mitarbeiter*innen im öffentlichen Verkehr angehäuft, was den Betriebsratsvorsitzenden Thomas Pelz bei der BVO (Busverkehr Ostwestfalen GmbH) dazu veranlasst hat, eine Aktion zu starten, mit der er ein Zeichen gegen die Übergriffe setzen will.

Sorge bereitet Pelz, dass Kolleg*innen neben rassistischen Diskriminierungen und Beleidigungen auch non-verbale Angriffe erleben. Gerade in Zeiten der Pandemie haben Busfahrer*innen Probleme mit Fahrgästen, die sich weigern eine Mund-Nasen-Bedeckung anzuziehen. Einem Busfahrer wurde sogar ein blaues Auge geschlagen, weil er einem Fahrgast auf das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung hinwies. Deswegen soll die Aktion, die Thomas mit drei weiteren BR-Kolleg*innen aus NRW gestartet hat, für mehr Respekt im öffentlichen Verkehr werben.

„Die Öffentlichkeit sollte wiederholt durch Aktionen für das Thema ‚Gewalt und Diskriminierung‘ sensibilisiert werden. Denn das kann nicht der Berufsalltag im Öffentlichen Verkehr sein“, erklärt Pelz. Die Aktion besteht darin, dass die Plakate, die im Rahmen der DGB-Kampagne „Vergiss nie – hier arbeitet ein Mensch!“ erstellt wurden, nach Vereinbarung mit dem Geschäftsführer des Unternehmens in zahlreichen Bussen aufgehängt werden. Auch ist der Arbeitgeber bereit, in Zukunft Fahrgäste von der Mitnahme auszuschließen, die Mitarbeiter*innen beleidigen oder diskriminieren. Der Marketing-Manager des Unternehmens begrüßt ebenfalls die Aktion, und erklärte sich bereit, Werbeflächen für DGB-Plakate freizuhalten. In NRW fahren bereits 65 Busse mit den Plakaten. Um eines nicht zu vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!

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