Menschenrechte statt rechte Menschen

Gelbe Hand beim Aktionstag für Menschenrechte der Deutschen Post AG

Auszubildende der Deutschen Post AG setzen Zeichen für Menschenrechte

18.12.2018

Rund 130 Auszubildende der Deutschen Post AG waren Ende November nach Bonn gekommen, um am 16. Aktionstag der Menschenrechte der Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung (GJAV) teilzunehmen. Auch die Gelbe Hand war mit einem Info-Stand vor Ort vertreten. Redakteur Marco Jelic überbrachte den Azubis ein Grußwort, in dem er aufrief gemeinsam mit der Gelben Hand für Solidarität, Vielfalt und Demokratie aktiv zu werden. Der GJAV-Vorsitzende, Ali Paslar, eröffnete den Workshop-Tag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Menschenrechte statt rechte Menschen“ stand. „Mit dem heutigen Tag wollen wir für das Thema sensibilisieren und für Menschenrechte einstehen. Denn Diskriminierungen finden auch heute noch tagtäglich statt. Die Würde des Menschen ist unantastbar – das ist der Grundstein für eine gerechte Welt. Akteure sind wir alle, wir müssen mitbestimmen!“, appellierte Paslar. Ebenso kämpferisch gab sich auch Ulrike Lennartz-Pipenbacher, die als stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende und ver.di-Mitglied der Jugend ihr Grußwort überbrachte und eine klare Haltung einforderte: „Die Deutsche Post ist international. Es gibt keinen Platz für Rassismus, wir stehen für Vielfalt und für eine offene Gesellschaft!“ Es gelte jetzt, nicht die schweigende Mehrheit zu sein, sondern in Anbetracht von Rechtspopulismus und Nationalismus Zivilcourage zu zeigen und für Demokratieaufzustehen.

Dass die Deutsche Post AG, ein weltweit operierendes Unternehmen, bei dem allein in Deutschland 150 Nationalitäten beschäftigt sind, schon vieles im Bereich Diversity umsetzt, zeigten die Aktivitäten der Abteilung Vielfalt und Werte. Ein Schwerpunkt des Aktionstages lag dieses Jahr auf dem Kampf gegen die Diskriminierung von homo-, trans- und intersexuellen Menschen. Zu Gast war eine Referentin der gemeinnützigen Menschenrechtsorganisation „100 % Mensch“ aus Stuttgart. Zum Abschluss diskutierten die Azubis in fünf Workshops, ihre Alltagserfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung und machten damit deutlich, dass sie fremdenfeindliche Einstellungen nicht tolerieren und für Vielfalt einstehen – gemäß dem Motto: Menschenrechte statt rechte Menschen!

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