Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

DGB begeht den Antikriegstag 2020 digital

Quelle: DGB/ FES AdsD

10.09.2020

Dieses Jahr ist Corona-bedingt alles anders – aber die Botschaft der Gewerkschaften bleibt die gleiche: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! „So lautet unumstößlich die Lehre, die wir Gewerkschaften aus der Geschichte gezogen haben – und für die wir uns heute wieder mit all unserer Kraft stark machen müssen“, hieß es dazu im diesjährigen DGB-Aufruf zum Antikriegstag.

Der Antikriegstag 2020 ist ein besonderer Tag der Mahnung und des Erinnerns, da sich die Befreiung vom Faschismus zum 75. Mal jährt. Mit seinem Überfall auf Polen am 1. September 1939 riss Nazi-Deutschland die Welt in den Abgrund: „Wir müssen die Erinnerung daran wachhalten, dass Deutschland angesichts der Menschheitsverbrechen der Nazis besondere Verantwortung für den Frieden trägt.“ Es folgt im Aufruf ein Appell gegen das Aufrüsten, für Frieden und eine sozial gerechte Zukunft. Das waren auch die Themen des digitalen Antikriegstages, der am 1. September live im Netz übertragen wurde.

Der DGB hatte gemeinsam mit dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di (VS) und ver.di ein Live-Programm zusammengestellt – mit Kulturprogramm, Interviews und Gesprächen. Zahlreiche Künstler*innen trugen Texte rund um die Themen Krieg und Frieden vor. Auch über die Folgen heutiger Kriege wurde gesprochen.Anna Kasparyan von der DGB-Jugend sprach über Situation von Geflüchteten auf den griechischen Inseln und forderte mehr Menschlichkeit. Es brauche sichere Fluchtwege, Seenotrettung und ein menschenwürdiges Leben: „Wir können nicht länger zusehen, dass Menschen sterben.“

Reiner Hoffmann sah im Interview auch in der verfehlten politischen Zielsetzung einen Grund für das viele Leid: „Fluchtursachen bekämpft man nicht mit steigenden Militärausgaben.“ Aufrüsten hätte Konflikte nie gelöst, sondern immer verschärft. Es gebe keine militärische Sicherheit. Des Weiteren erlebe er in erschreckender Weise ein Erstarken von Rechtsnationalismus und Fremdenfeindlichkeit. Man müsse daher gewerkschaftliche Werte von Solidarität, Gerechtigkeit, Vielfalt und Menschenrechte in den Mittelpunkt stellen, aber auch deutlich machen, wie man Lebensperspektiven sichern wolle. Das sei eine „ur-gewerkschaftliche“ Aufgabe. Zum Abschluss unterstrich Hoffmann: „Demokratie ist die Staatsform, die man jeden Tag neu praktizieren muss. Das ist eine Aufforderung für alle Demokraten sich gegen jegliche Form von Rechtsnationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Populismus zu wehren.“ Mehr Infos sowie die Aufzeichnung des digitalen Antikriegstages findet Ihr hier.

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