Nie wieder! Siemens-Azubis gegen Antisemitismus

Gelbe Hand gemeinsam mit der IG Metall Düsseldorf-Neuss zu Gast auf der Siemens Jugend- und Auszubildendenversammlung in Düsseldorf

Foto: Christian Mansfeld, IG Metall Düsseldorf-Neuss

19.12.2019

Zu ihrer Jugend- und Auszubildendenversammlung am 4. Dezember 2019 lud die JAV der Siemens Niederlassung Düsseldorf unsere Gelbe Hand-Referentin Sandra Hoeboer ein. Während der Vorbereitungen setzen sich die JAVis gemeinsam mit dem Jugendsekretär der IG Metall Düsseldorf-Neuss – Christian Mansfeld - zusammen und diskutierten über die aktuelle politische Situation in Düsseldorf. Besonders betroffen machte sie ein Artikel des WDR („Düsseldorfer Juden diskutieren über Ausreise“ vom 13.11.2019). Darin wurde thematisiert, dass jüdische Mitmenschen aufgrund der besorgniserregenden rechtsextremen Umtriebe erwägen, das Land zu verlassen. Für Yannic Müller, JAV Vorsitzender der Siemens Niederlassung Düsseldorf, ist dies eine schlimme Entwicklung, der es entgegenzutreten gilt: „Es kann doch wohl nicht angehen, dass in unserem Land – in unserer Stadt Düsseldorf - gesellschaftliche Verhältnisse wie in den Jahren 1930-1933 ans Tageslicht kommen und wir einfach so darüber hinwegsehen. Wir müssen uns solidarisch auch in den Betrieben zusammenschließen und eine klare Kante gegen Rechts aufzeigen.“

Sandra Hoeboer erklärte in ihrem Vortrag, wie die „Gelbe Hand“ damals 1986 von der DGB-Jugend gegründet wurde und stellte Handlungsoptionen dar, wie heute junge Kolleg*innen im Rahmen ihrer Ausbildung Projekte gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus organisieren können. Dabei ging sie auch auf die Situation in Düsseldorf ein und nannte Möglichkeiten, gegen Antisemitismus vorzugehen. Für Lisa Marie Sommerfeld, Mitglied der JAV, waren das neue, wichtige Erkenntnisse: „Mir war gar nicht so bewusst, wie sehr das Thema auch hier bei uns in Düsseldorf eine Rolle spielt und ich finde es beängstigend, dass man davon so wenig mitbekommen hat bisher. Wenn Menschengruppen über ihre Ausreise reden, weil andere ihre Religion oder Herkunft nicht akzeptieren, dann ist es für mich an der Zeit zu handeln.“ Für das kommende Jahr 2020 haben sich die Kolleginnen und Kollegen vorgenommen, im Rahmen der politischen Arbeit im IG Metall Ortsjugendausschuss das Thema auch mit anderen Funktionären in den Betrieben zu diskutieren und gemeinsam Aktionen zu planen und zu starten.

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