Ob Marktplatz oder Schule – Die IG BCE ist vielfältig engagiert

IG BCE-Bezirke aktiv gegen Sexismus und Rassismus

15.04.2016

Der Markplatz in Weiden war bunt bemalt mit Sprühkreide. „Nicht Ausländer, sondern Arschlöcher belästigen Frauen" oder „Rassismus nein danke" war in farbigen Lettern zu lesen. Eine Aktion des Frauenarbeitskreises der IG BCE Nordostbayern. Nach der Debatte um die Kölner Silvesternacht und anlässlich des Weltfrauentages am 8. März wollten die Gewerkschafterinnen ein Zeichen gegen sexuelle Gewalt und Rassismus setzen. „Sexuelle Gewalt kennt keine Nationalität. Wir wollen deshalb zeigen, dass wir sexuelle Gewalt ablehnen, ganz egal von wem sie kommt", erklärt Lydia Armer, Vorsitzende des IG BCE-Bezirksfrauenausschusses (BFA) Nordostbayern. „Zudem wollen wir deutlich machen, dass wir das Thema nicht denen überlassen werden, die für alles Schlechte Flüchtlinge oder Menschen mit Migrationshintergrund verantwortlich machen", ergänzt Gaby Hübner, stellvertretende Leiterin des Bezirks Nordostbayern, „wir solidarisieren uns mit allen Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren mussten oder von ihr bedroht sind."

Um ihrer Haltung öffentlichkeitswirksam Ausdruck zu verleihen, zogen 13 Frauen und auch Männer am Vorabend des Weltfrauentages auf den Rathausplatz. Die Reaktion der Weidener Stadtbevölkerung? „Doppeldaumen hoch!", versichert Hübner. Positiv kam auch die Aktion der IG BCE Duisburg/Moers an, und zwar bei den Jugendlichen des Walsumer Box-Clubs, mit denen der Arbeitskreis Migration und Integration der IG BCE am 12. März anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus ein Zeichen der Solidarität setzte. Vier Tage später besuchten dann die Kollegen Fikret Ceran, Aykut Oktay, Abdullah Barut und Seyit Cakir die UNESCO Schule in Kamp Lintfort. Zu Themen wie Alltagsrassismus, Hetze in sozialen Netzwerken, aber auch über persönliche Anekdoten aus dem betrieblichen Alltag kamen Schülerinnen und Schüler mit den Gewerkschaftern in einen lebhaften Dialog. Eine gelungene Aktion. Die vier IG BCE-Mitglieder waren sich einig: „Solche Veranstaltungen müssen wir fortführen!"

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