Starke Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt

Preise im Wettbewerb „Die Gelbe Hand“ 2025/26 in Kiel verliehen

Heute, am 12. März, verlieh unser Verein „Mach’ meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Rassismus“ in Kiel zum 19. Mal Preise im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Die Gelbe Hand“. Mit dem 1. Preis wurde Gaye Yalcinkaya, junge betriebliche und gewerkschaftliche Funktionärin bei der Salzgitter AG Flachstahl GmbH, für das eindrucksvolle und von großer politischer Klarheit getragene Gedicht „Mein Name ist Vielfalt“ ausgezeichnet. Weitere Preise gingen nach Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Die Resonanz auf die Veranstaltung war so groß, dass sie nicht wie ursprünglich geplant im Gästehaus der Landesregierung, sondern in der neuen Kieler Eventlocation Halle 400 stattfinden musste.

„Die Gelbe Hand“ steht für Haltung, für Mut, für klare Kante. Mit diesem Wettbewerb ehren wir junge Menschen in der beruflichen Bildung, die nicht wegsehen, die widersprechen, die handeln. Auch in diesem Jahr sind die Beiträge beeindruckend, vielfältig, klug, berührend“, unterstrich Dietmar Schäfers, Vorsitzender des Kumpelvereins, in seiner Eröffnungsrede und würdigte auch die Unterstützung im Hintergrund durch Lehrkräfte, Ausbilder*innen, Betriebsräte, Gewerkschaften und Vereine: „Sie halten den jungen Menschen den Rücken frei.“

Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und Schirmherr des Wettbewerbs, appellierte in seinem Grußwort: „Lassen Sie uns gemeinsam gegen Rechtsextremismus, gegen Rassismus und gegen Antisemitismus aufstehen und füreinander einstehen. Wenn jemand andere Menschen abwertet und ihnen ihre Würde abspricht, müssen wir protestieren und dagegen sprechen.“ Er dankte den Teilnehmenden des Wettbewerbs: „Sie machen sichtbar, in welchen Formen Ausgrenzung und Rassismus auftreten – und zeigen zugleich, wie wir ihnen entschlossen entgegentreten können. Vielen Dank für die beeindruckenden Projekte.“ Der Ministerpräsident hielt die Laudationes für den 1. Preis sowie den vom Land gestifteten Sonderpreis Schleswig-Holstein. Dieser ging an die Schülerinnen des BBZ Norderstedt für das Videoprojekt „Nur ein Kommentar? Wie kleine Worte verletzen können“.

Die Schirmfrau des Wettbewerbs, Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), wurde von Kerstin Quellmann, Landesvorsitzende der GEW Schleswig-Holstein, vertreten. Sie würdigte die Preisträger*innen des 2. und 3. Platzes und hob in ihrem Grußwort hervor: „Gerade in der Ausbildung und in der Arbeitswelt entscheidet sich jeden Tag neu, wie wir miteinander umgehen. Wenn junge Menschen hier ihre Stimme erheben und sich für Respekt, Vielfalt und Solidarität engagieren, stärken sie nicht nur das Miteinander im Betrieb oder in der Schule – sondern unsere Demokratie insgesamt.“ Der 2. Preis wurde an die Schüler*innen der Pflegeschule NEW LIFE Akademie Neustadt an der Waldnaab für das Videoprojekt „Hände pflegen – retten Leben – bauen Brücken“ verliehen. Den 3. Preis erhielten Schüler*innen der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz der BBS Bersenbrück für das Lied „Hand in Hand – Ein Lied für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt“ als pädagogisches Material zum Einsatz in Kindertageseinrichtungen.

Den Sonderpreis der DGB-Jugend Nordrhein-Westfalen erhielt eine bildungsgangübergreifende Berufsschüler*innengruppe des Hans-Schwier-Berufskollegs Gelsenkirchen und des Pictorius-Berufskollegs Coesfeld in Kooperation mit der IG BAU Westfalen für das Videoprojekt „Hoffnung braucht Verantwortung – Video-Zusammenschnitt einer gemeinsamen Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz 2025“. Die Lobrede hielt Andreas Jansen, Abteilungsleiter Jugend und Demokratie beim DGB NRW. Wiebke Oetken, Bezirksjugendsekretärin des DGB Nord, verlieh den Sonderpreis der DGB-Jugend Schleswig-Holstein an die Schüler*innen des BBZ Bad Oldesloe für das internationale Projekt „Stolperstein für Bruno Paul“.

Die Veranstaltung schloss Laura Pooth, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord. In ihrem Schlusswort betonte sie: „Für uns als Gewerkschaften ist klar: Wir lassen uns nicht spalten. Wir stehen zusammen – für Demokratie, Solidarität und eine offene Gesellschaft. Das liegt in unserer DNA. Hass und Hetze haben keinen Platz. Die heute ausgezeichneten Beiträge zeigen eindrucksvoll, wie stark eine mutige Zivilgesellschaft sein kann.“

Links:

Preisträger*innen und Gäste, Foto: Julia Petersen

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