2. Preis

„Vielfalt macht´s möglich“ – ein Projekt der Stadtverwaltung München

In der Begegnung und Kommunikation mit MigrantInnen setzt die Landeshauptstadt bei ihren MitarbeiterInnen nicht nur soziale, sondern ganz besonders auch interkulturelle Kompetenzen voraus Störungen in der Kommunikation wollen vermieden und die Qualität der Arbeit verbessert werden. Deshalb hat der Stadtrat bereits 2004 beschlossen, dass alle Nachwuchskräfte während ihrer Ausbildung bei der Stadt entsprechend geschult werden sollen.

Das Projekt „Vielfalt macht´s möglich – eine Herausforderung für uns alle“, bestehend aus den Modulen „Achtung(+) Toleranz” und „Interkulturelle Verständigung“, ist auf die gesamte Ausbildungszeit verteilt. Hauptziel des Projektes ist es, die Nachwuchskräfte der Stadt zu befähigen, sich an der Gestaltung einer Stadtgesellschaft zu beteiligen, in der ein friedliches Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichenWertevorstellungen, Identitäten und kulturellen Lebensentwürfen möglich ist.

Im Seminar werden Gespräche mit den Angestellten der Ausländerbehörde aber auch mit SozialarbeiterInnen geführt, die davon berichten, wie es ihnen geht, wenn sie Flüchtlinge auf das Amt begleiten und den Behördenalltag erleben. Ergänzend dazu setzen sich die Teilnehmenden mit den Ansichten der Flüchtlinge selbst auseinander, die in Interviews ihre Vorstellungen einer idealen Behördenstruktur beschreiben. Die Nachwuchskräfte sollen dabei eine Beziehung zu ihrem beruflichen Alltag herstellen können. Das betrifft natürlich in besonderem Maße diejenigen, die später als Angestellte und Beamte mit Kunden aus Zuwandererfamilien zu tun haben, aber auch alle anderen die dann an ihrem Arbeitsplatz MigrantInnen begegnen.

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