Sonderpreis DGB Jugend Thüringen

„Szenenwechsel“ – Ein Film von Schülerinnen und Schülern des Staatlichen Berufsschulzentrums Sondershausen

Die Schwierigkeit, aus der rechten Szene auszusteigen, thematisiert der Film „Szenenwechsel“. Gezeigt werden die entscheidenden vier Tage des Ausstiegs. Der Film zeigt, dass der Hauptdarsteller, Nico, für sich selbst entschieden und gehandelt hat. Er hat eine zweite Chance wahrgenommen. Oder – wie es im Film-Lied heißt „Der alte Weg vergessen, für immer, Blackout. Ein neuer Mensch geboren, von innen, steh auf!“

Begründung der Jury

Der Film und das dazu gehörende Lied zeigen den Weg eines jungen Mannes, der in die rechtsextreme Szene abrutscht und es schafft, sich davon zu befreien. Dabei wird sowohl die Leichtigkeit des Dazuzugehörens, als auch die Schwierigkeiten, die mit dem Ausstieg verbunden sind, gezeichnet. Der Film zeigt auch, dass Menschen mit Migrationshintergrund Rechtsextremen ausgeliefert sind, diese Menschen haben keine Chance sich zu wehren oder ihre Angreifer nicht zu „provozieren“. Nichts was sie sagen oder tun, kann gewaltbereite Menschen stoppen. Oder doch? Der Film zeigt auch, dass man das braune Gedankengut ablegen -und das eigene Leben in den Griff kriegen kann. Die Verwandlung, die Abkehr von Gewalt und Hass, wird beeindruckend im zum Film gehörenden Lied dargestellt. Sergey Nikolaev und seine Mitschülerinnen und Mitschüler zeigten mit dem Film und dem Lied, dass es wichtig ist, aus der Szene auszusteigen. Sie sagen deutlich, man wird dafür nicht gelobt und auch nicht auf Händen getragen. Ganz im Gegenteil, man muss mit Prügel und Repressionen rechnen. Aber man wird wieder zum Menschen, der in den Spiegel schauen und darauf stolz sein kann, sich selber gefangen zu haben. Jeder Mensch verdient die zweite Chance. Im Lied wird der Appell und die Aufforderung klar gefasst: „Der alte Weg vergessen, für immer, Blackout. Ein neuer Mensch geboren, von innen, steh auf!“

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