Sonderpreis DGB Jugend Niedersachsen

„Aktionstage für Respekt und Toleranz in der Berufsausbildung“ - Ein Projekt der IG Metall-Jugend- und Ausbildungsvertretung bei Volkswagen in Braunschweig

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung von Volkswagen Braunschweig organsierte in Kooperation mit dem TeamerInnen-Arbeitskreis der DGB Jugend Braunschweig die Aktionstage für Respekt und Toleranz in der Berufsausbildung. Die Aktionstage werden jährlich angeboten und bestehen aus drei Phasen:

In der 1. Phase (Erkennen) werden alle Ausbildungsgruppen innerhalb einer Woche durch eine Ausstellung zum Thema Rechtsextremismus geführt. Hierbei geht es vorrangig darum, den Auszubildenden und dual Studierenden über die Auswirkungen rechtsextremer Gewalt - insbesondere in der Region Braunschweig/ Niedersachsen- zu informieren. Dabei sollen sie auch lernen, rechtsextreme Symbole und Codes frühzeitig zu erkennen. Damit entwickeln sie ein Gefühl dafür, wie Rechtsextreme durch das Besetzen von Jugendsubkulturen versuchen, einen Zugang zu jungen Menschen zu bekommen.

In der 2. Phase des Projektes (Stabilisieren) werden Courage-Workshops der DGB-Jugend angeboten. An diesen nehmen jedes Jahr die Auszubildenden aus dem zweiten Ausbildungsjahr während ihrer Arbeitszeit teil. Die Workshops sollen jungen Menschen erleich­tern, Diskriminierung zu erkennen und sich aktiv durch Zivilcourage für partnerschaft­liches Verhalten am Arbeitsplatz sowie für eine solidarische Gesellschaft einzusetzen. In mehreren Gruppen können sich die TeilnehmerInnen über ihre Erfahrungen mit Diskriminierung und Rechtsextremismus im Alltag austauschen. Ziel ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass Rechtsextremismus in der Mitte der Gesellschaft und nicht nur an ihrem Rand zu finden ist.

In der dritten Phase (Zeigen/ Aktivieren) bekommen die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, eigene Projekte und Aktivitäten ins Leben zu rufen.

Begründung der Jury

Aktionen und Initiativen wirken oft wie ein Strohfeuer, das hell aufleuchtet aber schnell verpufft. Ihnen fehlt die Nachhaltigkeit. Dagegen ist der Beitrag der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) von der Volkswagen AG in Braunschweig ein gutes Beispiel dafür, dass Kontuinität bei der Arbeit gegen Diskriminierungen aller Art unabdingbar und wirksam ist. Die JAV hat es Geschafft eine Projektwoche gegen Diskriminierung als festen Bestandsteil des Ausbildungsablaufes im Betrieb zu etablieren und führt diese Projektwoche seit 2011 durch. Die nachhaltige Wirkung des Projekts zeigt sich vor allem darin, dass das Modell ein Paradebeispiel für andere Betriebe ist, die mit der JAV in engem Kontakt stehen, um selbst ähnliche Projekttage bei sich einzuführen.

Besonders die kontinuierliche Arbeit gegen Diskriminierung hat uns dazu bewegt den Sonderpreis der DGB-Jugend Niedersachsen an die JAV der Volkswagen AG Braunschweig zu vergeben.

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