1. Preis

Tag der Solidarität – Gedenken an die Opfer des NSU, DIDF Jugend Dortmund

Die DIDF Jugend Dortmund drehte ein Video, um ihr Anliegen - die Aufklärung der NSU-Morde und die vollständige Verurteilung von allen Beteiligten - trotz der Coronapandemie an mehr Menschen zu bringen und auch um den Opfern Rechter Gewalt zu zeigen, dass sie nicht allein sind. Ihre Botschaft: "Wichtig für uns ist auch immer, klar zu machen das der Rassismus in unserer Gesellschaft nur gemeinsam zu bekämpfen ist."

Begründung der Jury

Als sich die DIDF Jugend Dortmund entscheidet, ihre Stimme zu erheben und den durch den rechten Terror ermordeten Menschen in Hanau zu gedenken, wird der Lockdown des öffentlichen Lebens in Deutschland verlängert. Das Coronavirus bestimmt das Leben. Die ersten Verschwörungstheorien machen die Runde und der rechte Rand der Gesellschaft beklagt, dass er daran gehindert würde seine Meinung zu sagen und seine demokratischen Rechte wahrzunehmen. Das Ende der Demokratie und der Anfang einer Diktatur werden beschwört. Die DIDF Jugend zeigt dagegen, dass Demokratie lebt, sie ihre demokratischen Rechte wahrnimmt.

Mit ihrem Projekt beweisen die jungen Ehrenamtlichen, dass politische Gedenkveranstaltungen in Zeiten des Lockdown nicht ausfallen müssen. Sie reagieren schnell und flexibel auf die erschwerten Bedingungen und erstellen ein beeindruckendes Video, das in sozialen Medien gepostet und geteilt wird. Somit hat dieser Beitrag auch eine nachhaltige Wirkung.

Das Video ist handwerklich sehr gut gemacht und gibt die Atmosphäre und die Ernsthaftigkeit der verbreiteten Botschaften sehr gut wieder, zugleich wirkt es sehr lebendig und spricht die Zielgruppe der Jugendlichen sehr gut an.

Der Inhalt zeigt eine intensive Auseinandersetzung der jungen Menschen mit dem Thema. Er ist eine gut gewichtete Kombination aus Gedenken an die Opfer rechter Gewalt und konkreten politischen Positionierungen und Forderungen an die Justiz und die Politik. Mit dem Film richtet die DIDF Jugend aber auch einen Appell an uns alle als Gesellschaft und setzt damit ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus: „Wir müssen überall da zusammenstehen, wo sie uns spalten wollen, im Betrieb, in der Schule, an der Uni, in unserer Stadt!“.

Die Jury des Kumpelvereins freut sich über die Verleihung des 1. Preises und wünscht weiter viel Erfolg beim Eintreten gegen Rassismus!

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