AG-Filmprojekt: Rassismus im Alltag
Film

Erscheinungsjahr: 2012
Im Schuljahr 2011/2012 gründete sich am Mildred-Scheel-Berufskolleg in Solingen die „Schule-ohne-Rassismus“-AG mit dem Ziel, Alltagsrassismus sichtbar zu machen und das Bewusstsein für diskriminierende Denk- und Verhaltensweisen zu schärfen. Als zentrales Ergebnis dieser Projektarbeit entstand 2012 – mit Unterstützung eines professionellen Regisseurs – ein Dokumentarfilm, der das Engagement der AG eindrucksvoll widerspiegelt.
Der Film steht im Mittelpunkt der Aktivitäten der Arbeitsgruppe und zeigt, wie tief rassistische und ethnozentrische Denkweisen in unserem Alltag verankert sind – oft unbemerkt, aber dennoch wirkungsvoll. Er gibt betroffenen Schüler*innen eine Stimme und setzt ein klares Zeichen für Toleranz, Solidarität und Zivilcourage an unserer Schule.
Die Dokumentation beginnt mit dem Erfahrungsbericht einer Schülerin, die im Park von Rechtsradikalen bedroht wurde. In weiteren Szenen werden Passanten in der Solinger Innenstadt zu ihren Einschätzungen befragt. Ergänzt wird der Film durch Perspektiven von Politikern, einer Solinger Zeitzeugin, der Polizei sowie der Staatsanwaltschaft – sie alle beleuchten das Thema Rassismus aus verschiedenen Blickwinkeln.
An unserer Schule ist kein Platz für nationalistische, rassistische oder faschistische Äußerungen – das wurde von Schüler- und Lehrerschaft gemeinsam unterzeichnet. Der Film ist Ausdruck unseres kollektiven Standpunkts: Wir schauen nicht weg, sondern treten aktiv ein für ein respektvolles Miteinander.