Aktionstag „Offenheit und Toleranz“ in Osnabrück
Aktionstag

Erscheinungsjahr: 2006
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2006 wollte der DGB Osnabrück-Emsland mehr als nur einen Infotisch anbieten. Ziel war es, insbesondere Jugendliche zu erreichen und für die Themen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und gewerkschaftliche Positionen zu sensibilisieren. So entstand gemeinsam mit dem Stadtsportbund und terre des hommes der Aktionstag „Offenheit und Toleranz“ in der Osnabrücker Innenstadt.
Gewerkschaften setzen sich für eine Gesellschaft ein, in der kulturelle Vielfalt anerkannt und respektiert wird. Da es im Sportbereich immer wieder zu rassistischen Vorfällen kommt, war die Beteiligung des Stadtsportbundes ein wichtiger Bestandteil. Unter dem Motto „Sport verbindet – Hass trennt“ setzten die Partner ein klares Zeichen gegen Ausgrenzung.
Das Programm sprach sowohl junge Menschen aus der Arbeitswelt als auch Sportler*innen aus Vereinen an, die bislang wenig Berührung mit den Themen Zivilcourage und Antirassismus hatten. Große Würfel mit Integrationsbotschaften des DGB, bemalt mit dem Logo der Internationalen Wochen, sorgten für Aufmerksamkeit. Die Gewerkschaftsjugend und das Hochschulinformationsbüro (HIB) gestalteten Aktionen rund um den umstrittenen Verfassungstreue-Fragebogen für Einbürgerungswillige in Baden-Württemberg und luden zu einer Malaktion zum Thema „Offenheit und Toleranz“ ein. Ein Seidentücher-Labyrinth von terre des hommes begeisterte besonders Kinder, während die Schülerband des Ratsgymnasiums für musikalische Unterhaltung sorgte.
Begleitend wurden Flugblätter verteilt, um über die gewerkschaftlichen Positionen zu Fremdenfeindlichkeit und Integration zu informieren. Die positive Resonanz und Berichterstattung in der Presse bestärkten die Veranstalter darin, das Format im Folgejahr zu wiederholen und weitere Gruppen einzubinden.