Haben wir versagt? Konsequenzen aus der NSU-Affäre für die Zivilgesellschaft

Workshop mit der Gelben Hand

Haben wir versagt? Konsequenzen aus der NSU-Affäre für die Zivilgesellschaft
Wissen
Erscheinungsjahr: 2013

Die NSU-Mordserie und die Erkenntnisse des Untersuchungsausschusses zeigen, dass die Gefahren des Rechtsextremismus in Deutschland zunehmend wachsen und an Bedeutung gewinnen. Der Kumpelverein hat zu dieser Thematik einen Workshop für Interessierte und Akteure in diesem Arbeitsfeld angeboten. Ziel des Workshops war die gemeinsame Aufarbeitung der Vorkommnisse, die kritische Auseinandersetzung mit den bisherigen Aktivitäten gegen Rechts und die Erarbeitung neuer Konzepte für die zukünftige Antirassismusarbeit.

Am ersten Tag des Workshops fand eine Podiumsdiskussion statt, die sich mit den Folgen der NSU-Affäre für die Zivilgesellschaft auseinandersetzte. An der Diskussion waren Mitat Özdemir (Vorsitzender der Interessengemeinschaft Keupstraße), Dr. Dieter Wiefelspütz (früherer innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion), Giovanni Pollice (Vorsitzender des Kumpelverein), Verena Schäffer (Sprecherin des Innenausschusses des Landtags von Nordrhein-Westfalen) und Sandro Witt (Gewerkschaftssekretär des DGB Hessen/Thüringen) beteiligt. Im Anschluss daran hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen an die Diskutanten zu stellen und gemeinsam über Mittel und Wege, rassistische und rechtsradikale Strömungen erfolgreich zu bekämpfen, zu diskutieren.

Am zweiten Tag fanden verschiedene Workshops mit dem Titel „Aktivitäten gegen Rechts in der Arbeitswelt - Konzepte für die Zukunft“ statt. In drei verschiedenen Gruppen arbeiteten die rund 50 Teilnehmenden an diesen Themen: 1) Bildungsarbeit, 2) Arbeit mit Betrieben, 3) Präsenz auf Straßen und Plätzen, Veranstaltungen.