Migrationskonferenz der IG Metall

Tagung

Migrationskonferenz der IG Metall
Projekt
Erscheinungsjahr: 1986

Seit 1986 Jahre lädt der IG Metall-Vorstand in regelmäßigen Abständen Gewerkschaftsmitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet zu speziellen Konferenzen für die Personengruppe der Migrant*innen ein. Ziel dieser Treffen ist es, Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis zusammenzuführen, Wissen zu migrationspolitischen Themen weiterzugeben und gemeinsam neue Strategien zu entwickeln. Die Veranstaltungen setzen dabei auf den Austausch zwischen Teilnehmenden, die Präsentation gelungener Praxisbeispiele und die Initiierung oder Stärkung betrieblicher Projekte, die Gleichstellung, Integration und Antidiskriminierung fördern.

Die erste Konferenz mit dem Titel „Ausländer und Deutsche – gemeinsam kämpfen für Gleichstellung – gegen Ausgrenzung“ fand 1986 in Frankfurt am Main statt und stand sinnbildlich für den Anspruch, Menschen unterschiedlicher Herkunft in der gewerkschaftlichen Arbeit gleichberechtigt einzubinden und gemeinsam gegen Ausgrenzung vorzugehen. Seither hat sich das Format stetig weiterentwickelt und greift aktuelle gesellschaftliche, politische und betriebliche Entwicklungen auf.

Zu den jüngsten Aktivitäten zählt die im Mai 2025 in Berlin durchgeführte erste migrationspolitische Tagung für Betriebsräte. Hier trafen sich Interessenvertretungen aus verschiedenen Branchen, um die Rolle migrantischer Beschäftigter in der betrieblichen Mitbestimmung zu stärken. Das Programm kombinierte Fachvorträge mit praxisorientierten Workshops, in denen konkrete Handlungsideen für den Arbeitsalltag erarbeitet wurden. Diese neue Tagungsform ergänzt die bisherigen Bundesmigrationskonferenzen, wie etwa die 2023 veranstaltete Konferenz unter dem Motto „Unsere Werte sind #unverhandelbar“, und verbindet den überregionalen Austausch stärker mit den konkreten Herausforderungen in den Betrieben.

Damit unterstreicht die IG Metall ihren Anspruch, Migration nicht als Randthema, sondern als festen Bestandteil ihrer gewerkschaftlichen Arbeit zu verankern und sowohl politische Forderungen als auch betriebliche Lösungen voranzubringen.