Schlauer statt rechts

Kampagne gegen Rechtsextremismus der DGB Jugend NRW

Schlauer statt rechts
Projekt
Erscheinungsjahr: 2008

Am Holocaustgedenktag, dem 27. Januar 2008, startete die DGB Jugend NRW mit einem großen Transparent vor dem Düsseldorfer Landtag ihre Kampagne „Schlauer statt rechts“. Gemeinsam mit den Falken, der Naturfreundejugend und dem Landesjugendwerk der AWO richtet sich die Kampagne an Jugendliche und junge Erwachsene, die rechtem Gedankengut und rechter Gewalt mit eigenen Ideen entgegentreten wollen.

Im Rahmen der Kampagne fanden zahlreiche Veranstaltungen in ganz NRW statt: Unter anderem machte der „Zug der Erinnerung“ Station in mehreren Städten. Die Ausstellung in einem historischen Eisenbahnwaggon informierte eindrucksvoll über die Deportationen jüdischer Kinder in die Vernichtungslager. Zudem wurden an verschiedenen Orten, wie zum Beispiel in Köln, Diskussions- und Informationsabende zum Thema Rechtsextremismus organisiert. Begleitend dazu gab es Seminare und Schulungen, etwa zur Sozialen Frage von Rechts und zum Thema Antisemitismus.

Da rechtes Gedankengut heute oft schwer zu erkennen ist – Neonazis tragen längst nicht mehr nur Springerstiefel und Glatzen – setzte die Kampagne einen besonderen Schwerpunkt auf Aufklärungsarbeit. Durch bildungspolitische Veranstaltungen wurden Jugendliche befähigt, rechte Ideologien in ihrem eigenen Umfeld, etwa in der Musikszene oder im Internet, wahrzunehmen und aktiv dagegen vorzugehen.

„Schüler*innen und Auszubildende sind im Alltag oft mit verborgenen Formen rechter Ideologie konfrontiert. Rassistische Botschaften verstecken sich in Musik, Kleidung oder auf Internetseiten. Wir wollen vor allem, dass junge Menschen ihre eigenen Aktionen gegen Rechts in Schulen und Betrieben entwickeln und umsetzen können“, erklärt Antonia Kühn, Koordinatorin der Kampagne für die DGB-Jugend NRW.

Zusätzlich wurde eine multimediale CD produziert, die pädagogisches Material zum Thema „Rechtsextremismus und Musik“ enthält.